Besonders, so der Rathauschef, freue es ihn, die Auszeichnung auch in finanziellen Krisenzeiten verleihen zu können. Davon, wie der Fürther Jude und Literat Jakob Wassermann mit Antisemitismus und Anfeindungen umging, könne man bis heute lernen: „Krisen kann man meistern, wenn man sie als Herausforderung annimmt und nicht mit Groll zurückblickt.“
Humanität, Toleranz und Gerechtigkeit. Mit diesen Stichworten sind auch die Werke von Feridun Zaimoglu verbunden. Auch er, unterstrich Jung, setze sich für Ausgegrenzte ein, sei politisch interessiert, engagiert und mutig. „Sie sind ein hingebungsvoller Vermittler im deutsch-türkischen Dialog“, lobte der OB.
In seiner ebenso pointierten wie kurzweiligen Laudatio bezeichnete Oliver Jungen, freier Mitarbeiter der F.A.Z., den Preisträger als „Träumer“, als „mitunter unbequemen, immer aber aufrechten, phantasievollen und formvollendeten Geschichtenerzähler mit der schönen Stimme, dem man so gerne zuhört.“ Das taten die Besucher gerne. Denn Zaimoglu las „anstatt einer großen Dankesrede“ eine seiner Kurzgeschichten vor.
Die Rede von Oberbürgermeister Thomas Jung, die Laudatio und vieles mehr können im rechten Bereich dieser Seite unter „Infoblatt“ aufgerufen und angesehen werden.
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