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28.11.2008 - Umwelt

Umfassendes Klimaschutzkonzept vorgestellt

Für Oberbürgermeister Thomas Jung stellt der Klimaschutz nicht nur eine nationale und internationale Aufgabe dar, sondern auch eine lokale. Da 80 Prozent der CO2-Emissionen aus Städten erfolgen, diese aber nur 0,5 Prozent der Fläche der Erde bedecken, sei es wichtig, dass auch Kommunen handeln. Zusammen mit Rechts-, Umwelt- und Ordnungsreferent Christoph Maier und dem Klimaschutz- und Solarbeauftragten Johann Gerdenitsch hat das Stadtoberhaupt ein Klimaschutzkonzept ausgearbeitet, das dieser Tage der Öffentlichkeit vorgestellt und bereits vom Stadtrat verabschiedet wurde.

Im elan stellten Klimaschutz- und Solarbeauftragten Gerdenitsch, OB Jung und Umweltreferent Maier (v. li.) das Klimaschutzkonzept bis 2014 vor.

Foto: Mittelsdorf

Wichtig sei dabei laut Jung, dass das Gesamtpaket nicht auf einem Pfeiler ruhe, sondern auf breite Füße gestellt wurde. Mehrere Dienststellen und Einrichtungen seien bei der Umsetzung des insgesamt zehn Punkte umfassenden Programms beteiligt. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Energieeinsparung in städtischen Gebäuden und Einrichtungen. So wird zum Beispiel die neue Maischule (wir berichteten) seinen Energiebedarf ausschließlich aus Erdwärme und Solarenergie decken. Andere Grundschulen wie am Kirchenplatz und in der Soldnerstraße erhalten Fassadendämmungen. Für die neue Feuerwache auf dem MTV-Gelände und die benachbarte Innenstadtturnhalle sind Heizanlagen aus erneuerbaren Energien vorgesehen.

Angedacht ist laut Maier darüber hinaus, für das Jüdische Museum und das Rathaus die Abwasserwärme der Kanalisation zu nutzen. Ein Projekt, das sich allerdings noch im Anfangsstadium befinde. Konkret ist hingegen, dass die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Fürth (WBG) 100 000 Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen ihres Gebäudebestands erhält.

Und um den Verbrauch zu steuern und zu kontrollieren, wird ab 2009 jährlich ein Energiebericht über das abgelaufene Jahr für alle städtischen Gebäude vorgelegt. Einher geht der Auftrag an das Beschaffungswesen, zukünftigeinen Schwerpunkt auf die Anschaffung energiesparender Elektrogeräte und Beleuchtungssysteme zu legen.

Einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz sieht Jung im weiteren Ausbau des Radwegenetzes. Angestrebt wird nach seiner Aussage, den Etat kurzfristig um 50 Prozent auf 150 000 Euro, langfristig auf 200 000 Euro zu erhöhen. So könne man die Fürtherinnen und Fürther ermutigen, öfter auf das Auto zu verzichten. Daher sei auch ein Ziel den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch attraktive Angebote weiter zu entwickeln. Schon jetzt verfüge man, so der OB, über einen der höchsten ÖPNV-Anteile deutscher Städte mit 30,46 Millionen beförderten Personen im Jahr 2007. „Wir wollen diesen weiter ausbauen und um zwei Prozent pro Jahr erhöhen.“

Zusätzliche Erdgastankstellen und Erdgaskraftfahrzeuge der infra fürth gmbh sollen ebenso zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes beitragen wie der Einsatz erneuerbarer Energien. „Von 2002 bis 2007 hat sich der Strom, der in Fürth mit Photovoltaikanlagen gewonnen wird, von 195 000 auf sechs Millionen Kilowattstunden und damit um den Faktor 30 erhöht“, erklärte Jung. Eine Entwicklung, die fortgesetzt werde. Hinzu kommen die Nutzung von Wasserkraftanlagen wie am Ufersteg oder der Brückenstraße, des Deponiengases in Atzenhof und von Biogasanlagen wie die an der Ritzmannshofer Straße.

Weitere wichtige Säulen des Zehn-Punkte-Programms zum Klimaschutz sind die Modernisierung der Straßenbeleuchtung und Ampelanlagen sowie der Ausbau von Blockheizkraftwerken und Kraftwärmekoppelungen im gesamten Stadtgebiet. Ein Anliegen der Stadt ist zudem, dass verdichtetes stadtnahes Bauen gefördert wird und nicht große Flächen verbraucht werden. Beispielhaft seien, so der OB, die Wohnbauprojekte Carrera-Areal, Golfpark Atzenhof oder die nun beginnende Besiedelung des alten Tucher-Geländes. Wenn neue Baugebiete ausgewiesen werden, sollen stadtplanerische Vorgaben für energiesparende Bauweisen sorgen.

Immer eine Zielsetzung bleibt für das Stadtoberhaupt auch, öffentliches Grün auszudehen. Zum Beispiel durch die Pflanzung von 1000 neuen Bäumen und die Neuanlage von „grünen Inseln“ im Stadtgebiet. Auch die Gesamtfläche der Landschaftsschutzgebiete soll in der Zeit bis 2014 erhöht werden.

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