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30.7.2009 - Solarstadt

Solarstadt beschreitet neue Wege

Ziel von Oberbürgermeister Thomas Jung und dem Klimaschutzbeauftragte Johann Gerdenitsch ist es, Fürth als Solarstadt weiter zu stärken und zu profilieren. Daher suchen beide fortlaufend nach neuen Wegen, um die Nutzung der Sonnenenergie auszubauen. Nachdem in der Innenstadt mit dem Sozialrathaus, dem Lindenhain und dem BRK-Haus Großprojekte verwirklicht wurden, rücken nun wieder Freiflächen in den Blickpunkt, die aufgrund ihrer Lage für Photovoltaikanlagen prädestiniert sind. Gedacht ist dabei an Areale, die aufgrund von Altlasten oder hoher Luft- und Lärmbelastung brach liegen und nicht genutzt werden.

Vor dem Solarberg in Atzenhof stellten Oberbürgermeister Thomas Jung (re.) und der Klimaschutzbeauftragte Johann Gerdenitsch neue Projekte zur Gewinnung von Solarstrom vor.

Foto: Mittelsdorf

Dieser Tage stellten Jung und Gerdenitsch bei einem Ortstermin im Golfpark Atzenhof zwei Vorhaben vor, die – wie der OB formulierte – „Leuchtturmcharakter“ haben. So sollen auf der östlichen und westlichen Seite des Solarbergs weitere 130 Module installiert werden und die bestehende Ein-Megawatt-Anlage ergänzen. Der Zugewinn werde laut Gerdenitsch bei rund 500 Kilowatt (kw) liegen, was einer Einsparung von rund 280 Tonnen CO2 entspricht.

„Damit schreiben wir eine Erfolgsgeschichte fort, die auch die optimistischsten Erwartungen weit übertroffen hat“, erklärte das Stadtoberhaupt. Nicht nur, dass die Menge des pro Jahr gewonnenen Stroms weit höher als erhofft liege, auch die Rendite kann sich mehr als nur sehen lassen: „Alle, die in das Beteiligungsmodell investierten, haben ein gutes Geschäft gemacht und können sich angesichts der Entwicklungen auf dem Aktienmarkt nur freuen.“ Hinzu komme, so der OB, dass der Solarberg Atzenhof auf hohe Akzeptanz in der Bevölkerung stoße und sich zu einem Wahrzeichen der Stadt gemausert habe.

Mit dem zweiten geplanten Projekt betritt die Stadt neues Terrain. Am Nordrand der Würzburger Straße soll etwa auf der Höhe der BMW-Niederlassung ein 120 Meter langer Solarwall mit einer Leistung von 100 Kilowatt errichtet werden. Hinzu kommt eine Photovoltaikanlage, die wenige Meter entfernt in der ungenutzten kreiselförmigen Fläche neben dem südlich gelegenen Verbindungsstück von Würzburger Straße und Hafenstraße entstehen soll. Neun Modulreihen hätten dort Platz, die Gesamtleistung läge bei 260 kW. OB Jung will zunächst abwarten, wie die Resonanz in der Bevölkerung ist. Fällt diese positiv aus, können schnell weitere ähnliche Anlagen folgen.

Ein Novum stellt auch das Finanzierungsmodell für die Vorhaben dar. Die Stadt will eine Solarstiftung gründen, die die Projekte verwirklicht und dazu ein Darlehen voraussichtlich bei der Sparkasse aufnimmt. Von der Einspeisevergütung und der Rendite der Anlagen werden Zins und Tilgung bezahlt. Der verbleibende Gewinn geht an soziale Zwecke oder wird für Umweltprojekte verwendet.

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