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7.10.2010 - Umwelt

Rathaus setzt auf Abwasserwärme

Wenn Bürgerinnen und Bürger duschen, waschen oder Geschirr spülen, entsteht im Rathaus Wärme.

Fürther Rathaus setzt auf Abwasserwärme

Innenminister Joachim Herrmann (2. v. re.) und Regierungspräsident Thomas Bauer (2. v.li.) informierten sich vor Ort bei Oberbürgermeister Thomas Jung (re.) und Stadtbaurat Joachim Krauße (li.) über das Projekt Abwasserwärmenutzung, das von Katrin Egyptiadis-Wendler betreut und konzipiert wurde. Foto: Mittelsdorf


Beim Einsatz Ressourcen schonender Energiegewinnung hat die Kleeblattstadt einmal mehr neue, innovative Wege beschritten. Der Hauptsitz der Stadtverwaltung wird ab sofort durch die Nutzung von Abwasserwärme beheizt.

150 Liter Schmutzwasser fließen pro Sekunde am Rathaus vorbei. Die Temperatur beträgt im Sommer 15, im Winter immerhin noch 12 Grad. Mit Hilfe des neu installierten Wärmerückgewinnungssystems bezieht Fürth rund 70 Prozent der Energie zur Beheizung des Rathauses aus den Abwässern der Stadt. Die Installation der Anlage hat rund 550 000 Euro gekostet. Im Gegenzug werden jährlich rund 20 000 Euro an Heizkosten eingespart. Die dabei erzielbare Primärenergieeinsparung kann bis zu 65 Prozent betragen, damit werden 130 Tonnen Kohlendioxid sowie 14 Tonnen Feinstaub weniger produziert.

Ein innovatives Projekt, das nicht nur sehr umweltfreundlich ist, sondern auch viel Aufmerksamkeit erregt hat. Vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. erhielt es beim Wettbewerb „Kommunen für Klimaschatz“ den ersten Preis. Zudem ist das Fürther Rathaus das erste Verwaltungsgebäude in Deutschland, das auf diese Art der Wärmeversorgung setzt.

Finanziert wurde die 550 000 Euro teure Anlage durch Mittel des Konjunkturpaketes II, durch das insgesamt etwa neun Millionen Euro für zwölf Projekte in die Kleeblattstadt geflossen sind. Dazu gehören zum Beispiel die energetischen Sanierungsmaßnahmen in drei Kindergärten und fünf Schulen sowie im Schloss Burgfarrnbach, aber auch Investitionen in die Infrastruktur wie etwa in den lärmarmen Belag der Karolinenstraße.

Dass die Kleeblattstadt eine erfolgreiche und sinnvolle Auswahl getroffen hat, haben Innenminister Joachim Herrmann und Regierungspräsident Thomas Bauer bei einem Besuch bestätigt. Beide betonten, dass das Konjunkturprogramm ein Segen für Mittelfranken sei.

Eine Aussage, der OB Jung nur beipflichten konnte: „Das Paket kam in ökonomischer und psychologischer Hinsicht genau zum richtigen Zeitpunkt, um einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der historischen Wirtschafts- und Finanzkrise zu leisten“. So habe man in schwierigen Zeiten vor allem in Schulen und in das Energiesparen investieren können und werde nun – da sie fertig gestellt sind und sich wieder ein Wachstumskurs abzeichnet – die Aufwendungen etwas zurückschrauben.

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