Auf eine schwierige Phase für die Stadt Fürth hat Oberbürgermeister Thomas Jung die rund 900 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Sport, Kultur und Gesellschaft beim traditionellen Jahresgespräch eingestimmt.
Die Konsequenz sei, dass die Kleeblattstadt einen drastischen Sparkurs einschlagen müsse. „Ein ‚Weiter so’ ist ausgeschlossen“, sagte Jung, denn „ein Verschieben aller Lasten auf nachfolgende Generationen kann es nicht geben.“ Wichtig sei, dass die Sparziele durch eine gerechte, kluge und überlegte Vorgehensweise erreicht werden. Die Kernbotschaft laute, „Rückbau und Anpassung, statt Zerstörung und Auflösung“. Dafür bat er die Anwesenden, die er als Meinungsbildner und tragende Säulen der Gesellschaft bezeichnete, um Unterstützung. Zudem appellierte das Fürther Stadtoberhaupt an den Gemeinsinn und den Zusammenhalt, der sich im Jubiläumsjahr herausgebildet habe. Er sei notwendig, um die großen Herausforderungen der kommenden Monate zu meistern. Dass er in der Stadt immer noch deutlich spürbar ist, habe die trotz der schwierigen Lage vorhandene Bereitschaft der Sponsoren gezeigt, die Veranstaltungen des Eisenbahnjubiläums 2010 zu unterstützen.
Der OB arbeitet aber auch zahlreiche Gründe heraus, warum Fürth gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen und optimistisch nach vorne blicken könne. Dazu gehörten das Strukturprogramm der Staatsregierung, die erfreuliche Zahlen vom Wohnungsmarkt und die Tatsache, dass sich die Kleeblattstadt immer mehr zu einer Forschungshochburg mausere. Eine neue Technikhalle in der Uferstadt, die Privatuni im Südstadtpark, ein Fraunhoferinstitut im Golfpark – all das seien Beispiele für Wissenschaftseinrichtungen, die für ein „sehr gutes Fundament für die weitere Stadtentwicklung“ sorgen.
Als eine der zentralen Aufgaben für 2010 bezeichnete Jung die Wiederbelebung des City-Centers und dabei die Neunutzung des verwaisten Fiedler-Areals.
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