Die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach sind beim Ausbau ihrer Zusammenarbeit einen erheblichen Schritt vorangekommen. In verschiedenen Arbeitsgruppen unter Federführung jeweils einer Kommune aus der Städteachse wird jetzt ermittelt, welche Aufgaben künftig zum finanziellen Vorteil aller beteiligten Städte gemeinsam erledigt werden können. Sparpotenziale werden unter anderem bei der Gebäudebewirtschaftung, beim Einkauf oder beim gemeinsamen Betrieb von Werkstätten gesehen.
Die Projektgruppen wurden bei einem "Strategie-Workshop" mit den vier Oberbürgermeistern, den Spitzen der Verwaltung und den Personalvertretungen festgelegt. Die Verwaltungen der Städteachse arbeiten in vielen Bereichen schon seit längerem zusammen. Eine der Triebfedern für eine Intensivierung der Kooperation ist nicht zuletzt der enorme Sparzwang in allen vier Städten.
Im Dezember 2002 hatten die vier Oberbürgermeister das Projekt "Interkommunale Zusammenarbeit der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach" gestartet, das von der "Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung" (KGST) begleitet wird. In den vergangenen Wochen fanden in den vier Städten jeweils ganztägige Workshops statt. In diesen Arbeitsrunden wurden unter Einbindung der jeweiligen Personalvertretungen mögliche Felder der Zusammenarbeit aus Sicht der einzelnen Kommunen herausgearbeitet.
Beim jüngsten Strategie- Workshop am 12. März wurden die ersten Ergebnisse präsentiert und das weitere Vorgehen beraten. Die vier Stadtoberhäupter sprachen sich klar für das Gemeinschaftsvorhaben aus.
Bei der Suche nach ersten Projekten konzentrierte sich der Arbeitskreis vor allem auf Aufgaben mit einem großen Finanzvolumen, wo erhebliche Einsparungen denkbar sind. Aus der Vielzahl der in den einzelnen Städten herausgearbeiteten Vorschläge wurden zunächst folgende Projekte ausgewählt und Arbeitsgruppen gebildet: Gebäudebewirtschaftung, Beschaffungen, Statistik, Vermessungs- und Katasterangelegenheiten/Geografische Informationssysteme, Bauhöfe/Werkstätten/Gerätenutzung, Steuerbescheide, Archivierung (Dokumentenmanagement), Kommunale Betriebsprüfungen, Interner Personalservice.
Zur Steuerung dieser Projektarbeit wurde eine Lenkungsgruppe mit den vier Oberbürgermeistern an der Spitze eingerichtet. Bis zur ersten Sitzung der Lenkungsgruppe am 2. April in Nürnberg sollen die Arbeitsgruppen bereits einen ersten Entwurf für eine Projektskizze erarbeiten.
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