Die Stadt Fürth ist wieder um zwei Persönlichkeiten reicher, die mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet wurden: Christl Beslmeisl und Heinz Kvasnicka. Sie haben sich nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung „außerordentliche Verdienste um die Stadt Fürth“ erworben.
Christl Beslmeisl habe immer wieder ihre Funktion als Senatsmitglied und spätere Vizepräsidentin sowie als Mitglied im Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung genutzt, um sich für Fürth und wichtige Projekte stark zu machen, betonte der in seiner Laudatio. So erhielten das Ökumenische Gemeindezentrum in Südstadt und das neue Behindertenwohnheim Zuschüsse und auch das Stadttheater erfuhr die notwendige Anerkennung samt staatlicher Unterstützung.
Als langjähriges Mitglied der Arbeiterwohlfahrt habe Beslmeisl mehrere Jahre das Fürther Hafenfest und den Schwarz-Weiß-Ball organisiert, aus deren Überschüssen die AWO wichtige Projekte finanzierte. Jetzt, im Ruhestand, sei sie wieder für den AWO-Ortsverein Nord aktiv und zählte auch zu den Mitbegründern der Stiftung „Soziales Engagement in Fürth“.
Als Initiatorin, Mitbegründerin und 1. Vorsitzende des Fürther Heilquellenvereins seit November 2000 hat sie laut Dr. Jung in kurzer Zeit enorm dazu beigetragen, die Öffentlichkeit auf die Nutzbarkeit der Quellen aufmerksam zu machen. Der Verein und Beslmeisl vorneweg waren dank der unermüdlichen Vorarbeiten auch Anstoßgeber dafür, dass der Stadtrat eine Machbarkeitsstudie für das geplante Thermalbad in Auftrag gegeben hat und in Kürze die Standortfrage entschieden werden kann.
Heinz Kvasnicka ist seit 46 Jahren in verschiedenen Positionen für die DLRG aktiv, darunter zwei Jahrzehnte lang als Vorsitzender des Ortsverbands Fürth - „ein echter Motor in Sachen Sicherheit rund ums Wasser“, wie das Stadtoberhaupt betonte. Ob als Einsatzgruppenleiter, Bootswart, Technischer Leiter oder Vorstandsmitglied - alle Funktionen habe Kvasnicka mit großem persönlichen Engagement und hohen Zeitaufwand erfüllt. Als Initiator und Erbauer der Rettungsstation am Main-Donau-Kanal und Schwimmlehrer für Hunderte von Kindern und Erwachsenen habe er erheblich zur Sicherheit am und im Wasser beigetragen. „Selbst im Urlaub an Deutschlands Küsten übernahmen Sie regelmäßig Wachdienste“, so Dr. Jung.
Auch fachlich war auf Kvasnicka Verlass: Er stellte sein Wissen zum Teil Jahrzehntelang in einer Vielzahl von Ausschüssen auf Landesebene der DLRG und für die Stadt Fürth zur Verfügung und gab seine Kenntnisse auch als Ausbilder und Prüfungsleiter an den Nachwuchs weiter. Binnen weniger Monate, habe er zudem 50 Fürther Lehrer zu Rettungsschwimmern ausgebildet. Auch die Kooperation mit zwischen DLRG und Stadt Fürth im Katastrophenschutz bezeichnete der Oberbürgermeister dank des außergewöhnlichen Einsatzes von Heinz Kvasnicka als vorbildlich. In seinen Dank an den neuen Kleeblattträger schloss er ausdrücklich auch dessen Ehefrau Ingrid ein, die ebenfalls als Übungsleiterin aktiv.
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