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5.2.2004 - Stadtnachricht

OB: „In einem schwierigen Jahr viel bewegt“

Rund 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbänden sind der Einladung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zum Jahresgespräch in die Fürther Stadthalle gefolgt. Die gute Gelegenheit zur Kontaktpflege nutzten neben dem neuen Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch zahlreiche Geschäftsführer Fürther Unternehmen und viele Geehrte der Stadt – allen voran Altoberbürgermeister Kurt Scherzer.

In seiner Rede nannte OB Dr. Jung das Jahr 2003 als eines der schwierigsten in der Nachkriegsgeschichte. Der Irakkrieg habe die Weltwirtschaft gelähmt und zur Stagnation geführt. Dennoch, und das sei das Bemerkenswerte, könne Fürth auf eine erfolgreiche Entwicklung im vergangenen Jahr zurückblicken: „Wir haben Fürth im Krisenjahr gemeinsam in vielen Bereichen vorangebracht“, so das Stadtoberhaupt. Jüngstes Beispiel sei das vor wenigen Tagen eingeweihte neue Kulturforum, das ein „Markstein auf dem Weg zur angestrebten Kulturstadt Fürth ist“.“ unterstreiche. Selbst Familienministerin Renate Schmidt habe diese Entwicklung in ihrer Rede zur Eröffnung des Kulturforums mit den Worten gewürdigt: „Die Stadt investiert nicht nur in Beton, sondern in Bildung, Kultur und Geist.“

Besonders erfreut zeigte sich der OB über die Verwirklichung der 4,6 Millionen Euro teuren, größten Photovoltaikanlage Frankens auf der Atzenhofer Deponie, die Tausende Tonnen von Kohlendioxid einsparen wird. Auch durch die Renaturierung der Pegnitz im Fürther Osten war 2003 ein gutes Jahr für die Umwelt der Kleeblattstadt.

Aber auch auf dem Bausektor habe sich viel getan: Der Umbau der Billinganlage und weitere wichtige Projekte wie der Neubau der Flutbrücke oder der erste Kreisverkehr Fürths an der Kreuzung Wald-/Fronmüllerstraße stärken die städtische Infrastruktur. Große Fortschritte habe auch der 100 000 Quadratmeter große Südstadtpark gemacht, der im September mit einem großen Fest für die Bürgerschaft eingeweiht werde. Gemeinsam mit der Umgestaltung der Adenauer-Anlage zum Stadtgarten tragen diese beiden Investitionen nach Jungs Worten sehr zur Aufwertung der Kleeblattstadt bei. 2003 wurden zudem wichtige Weichen für die in diesem Jahr beginnende aufwändige Innenstadtsanierung gestellt. Neue Impulse werden nach seiner Überzeugung von der Entwicklung Fürths zur Universitätsstandort ausgehen.

Der Oberbürgermeister lobte außerdem die Fürther Wirtschaft, die im Krisenjahr kräftig investiert habe und so dazu beigetragen habe, dass sich die Gewerbesteuer gegen den bundesweiten Trend wieder erhöht habe. Wenig Verständnis zeigte Jung, hingegen für die Höhe der Schlüsselzuweisungen. Zwar habe die Stadt in diesem Jahr sechs Million Euro mehr Gewerbesteuer erwirtschaftet als 2001, doch zugleich wurden die Ausgleichszahlungen aus München im selben Zeitraum um sieben Millionen Euro zurückgefahren. „Trotz erfolgreicher Arbeit haben wir weniger Geld in der Tasche. Das kann nicht richtig sein. Wer mehr leistet, dem muss mehr bleiben“, so Jungs Kritik Richtung München.

Abschließend äußerte OB Dr. Jung viel Zuversicht auch für eine gute Entwicklung der Kleeblattstadt im Jahr 2004.
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