Das Interesse am ungewöhnlichen Veranstaltungsort für das Jahresgespräch der Stadt Fürth hätte nicht größer sein können: Gut 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Verwaltung und Verbänden – so viele wie noch nie – folgten der Einladung in die neu gestaltete Reithalle des "Horseparks" der Familie Sprehe. Passend zum Ambiente wurde den Besuchern anstelle der in der Stadthalle üblichen musikalischen Untermalung eine Dressur- und Springreitvorführung präsentiert. Hier zeigte unter anderem die 22-jährige Fürtherin Jörne Sprehe, dass sie zu Recht zur europäischen Reiterelite zählt.
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Jahresgespräch auf ungewohnten Grund: Die Stadt empfing im Horspark by Sprehe rund 800 Gäste zum traditionellen Neujahres-empfang. Für viel Beifall sorgten die Reitvorführungen.
Foto: Mittelsdorf |
Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung hatte das alte Flughafengelände mit Bedacht für das Jahresgespräch 2004 gewählt: "Nach über einem Jahrzehnt des Stillstands stehen der Umzug des Sporttechnologie-Unternehmens daum electronics mit 100 neuen Arbeitsplätzen und die Eröffnung des Reitsportzentrums 'Horsepark' für einen neuen Aufbruch." Bundesfinanzminister Hans Eichel werde, so Jung weiter, in diesem Jahr persönlich zur offiziellen Übergabe des Alten Flugplatzes kommen. Er versprach, sich für eine nachhaltige Entwicklung des Geländes einzusetzen, das keine gewöhnliche Gewerbefläche mit Park, sondern ein Park mit vereinzelten Gewerbeflächen werden solle. "Fast 60 Prozent des Geländes bleiben dauerhaft Grünfläche."
Entscheidend vorangekommen ist 2004 der Traum von der Thermalbadstadt. Jung erläuterte erneut die Vorgehensweise, dass der künftige Investor nicht nur das neue Thermalbad bauen und betreiben werde. Ebenso wichtig sei der Aspekt, dass dieser auch das Freibad sanieren, und weiterhin Schul- und Vereinsschwimmen sowie sozialverträgliche Eintrittspreise gewährleisten müsse. Unter Applaus betonte das Stadtoberhaupt: "Wir werden uns dabei auch nicht von Querschüssen aus Stein beirren lassen."
Weiteren Zwischenapplaus erhielt Jung für sein Bekenntnis zur Einkaufsstadt Fürth: "Meine Familie und ich erleben es bei jedem Einkauf: Egal, was wir suchen, es gibt wirklich für alle Wünsche genügend Auswahl in unseren Geschäften!" Dabei verschwieg er nicht, dass für die Entwicklung der Einkaufsstadt ein langer Atem nötig sei. In der Vergangenheit haben zuerst viele Menschen die Innenstadt Richtung Vororte oder Landkreis verlassen, darauf sind zahlreiche Geschäfte verschwunden. "Die Wiederbelebung kann deshalb nur in der gleichen Umkehrfolge gelingen. Darum sei es entscheidend für Fürth, die Sozialstruktur der Stadt insgesamt und vor allem auch in der Innenstadt zu verbessern. Messbare erste Erfolge gibt es laut Dr. Jung bereits: So habe sich das Bevölkerungswachstum 2004 besonders auf die Süd- und Innenstadt konzentriert.
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1265 Euro sammelten die Sternsinger der Pfarrei Christ-König für den Verein Tutura. Claudia Gittel aus Fürth begleitet dieses Projekt, das auch Regierungspräsident Karl Inhofer (hinten links) und OB Jung gerne unterstützten.
Foto: Mittelsdorf |
Besonders hervorgehoben hat der Oberbürgermeister auch die Verbesserungen im Bildungsbereich: "Unsere Finanzplanung beinhaltet das größte Schulinvestitionsprogramm der Stadtgeschichte. 5000 der 13 000 Fürther Schüler werden von den baulichen Verbesserungen profitieren." Die Reithalle als Veranstaltungsort für das Jahresgespräch fand bei den Gästen viel Zustimmung. Und so nutzen die Besucherinnen und Besucher den Abend für ausgiebige Gespräche und zur Kontaktpflege |