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9.2.2007 - Stadtnachricht

„Gute Geister“ stoßen auf positive Resonanz

Seit Oktober vergangenen Jahres sind sie unterwegs: die „guten Geister“ von Fürth. Gemeint sind zwei Damen und sieben Herren, die - ausgestattet mit einheitlicher Kleidung, Mütze und Handy - Präsenz in städtischen Grünanlagen wie Stadt- und Südstadtpark zeigen. Ihr Ziel ist dabei, freundlich auf Verstöße gegen Verordnungen hinzuweisen, aber auch als Helfer und Informationsservice zu dienen.

Freundlich weisen zwei „gute Geister“ Vater und Sohn darauf hin, dass das Füttern der Enten am Stadtparkweiher untersagt ist.

Foto: Melanie Börner

Etwa 100 Tage sind die Parkwächter nun unterwegs. Anlass für Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung eine erste Bilanz zu ziehen, die überaus positiv ausfällt. „Ich habe nur Lob gehört und keine einzige Beschwerde erhalten“, sagt er bei einem Ortstermin in der Dr.-Konrad-Adenauer-Anlage, an dem auch die Parkwächter teilnehmen. Eine Einschätzung, die elan-Mitarbeiter und Projektbetreuer Stefan Schmidt bestätigen kann: „Nach einer gewissen Gewöhnungsphase wurden die „guten Geister“ von der Bevölkerung sehr gut akzeptiert.“ Am häufigsten mussten nach Angaben Schmidts Fahrradfahrer angehalten werden. 1660 Radler fuhren unerlaubt in den Grünanlagen. Fast 370 Mal wurden Hundebesitzer ermahnt, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Besonders auffällig war nach Auskunft des Projektbetreuers, dass sich seit Mitte Dezember 2006 die Nachfrage nach touristischen Informationen verdreifacht hat. „Das hängt ganz offensichtlich mit dem Stadtjubiläum zusammen.“

Das Fürther Stadtoberhaupt lobt besonders auch das freundliche Auftreten des neunköpfigen Teams, das sich dadurch auch ein gutes Standing in der Stadt erarbeitet habe. Schon jetzt sei erkennbar, dass die Ziele, für mehr Sauberkeit zu sorgen und den Schutz der Grünanlagen zu verbessern, erreicht wurden. Daher denke man über eine Aufstockung nach.

Die „guten Geister“ selbst zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden und loben ihre „Kunden“. Die meisten Bürgerinnen und Bürger seien freundlich und einsichtig, wenn sie auf Verstöße hingewiesen werden. Nur sehr selten käme es zu Konflikten. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Polizei klappe sehr gut. Für Jung bestätigt sich damit, dass das Projekt „gute Geister“ eine sinnvolle Maßnahme und eine Investition ist, die sich letztlich mehr als auszahlt.

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