Erstmals in seiner 15-jährigen Amtszeit kann der Fürther Finanzreferent Rudolf Becker dem Stadtrat einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorlegen. Der Haushaltsentwurf des Stadtkämmerers für 2008 sieht dabei Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 290 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 252 Millionen, Vermögenshaushalt 38 Millionen) vor.
Zur Finanzierung der Ausgaben wird erstmals keine Nettoneuverschuldung benötigt. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung erklärt dazu: „Die Sparbeschlüsse des Stadtrats der vergangenen fünf Jahre mit einem Gesamteinsparvolumen von über 25 Millionen Euro zeigen Wirkung. Das gleichzeitige Sparen und die steigenden Einnahmen durch die konjunkturelle Erholung führen zu dieser deutlichen Verbesserung der Finanzsituation der Stadt Fürth.“
Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich durch verstärkte Einnahmen ebenso aus, wie der strikte Sparkurs, der trotz aller Begehrlichkeiten einzelner Parteien konsequent durchgehalten wurde. Auch der OB hat in seinen eigenen Dienstbereichen deutliche Zeichen der Sparsamkeit gesetzt. So stehen dem Fürther Stadtoberhaupt nicht einmal mehr die Hälfte der Finanzmittel für Ehrungen und Empfänge zur Verfügung, die sein Vorgänger Wilhelm Wenning hatte.
Auch bei den Dienstwagenkosten begnügt sich Jung mit der Hälfte der Ausgaben seines Amtsvorgängers. „So erfreulich der Haushaltsentwurf ohne Neuverschuldung ist“, erklärt Jung, „so wichtig bleibt es, weiter sparsam zu wirtschaften und klug in die Stadterneuerung zu investieren. Wir müssen jetzt schon Vorsorge treffen, damit auch konjunkturell schwache Zeiten überstanden werden können.“
Die Entwicklung der Stadtfinanzen ist umso bemerkenswerter, da zeitgleich die Erlöse der infra fürth gmbh durch die Regulierung der Gas- und Strommärkte erheblich zurückgehen und für das Klinikum durch den Zukunftssicherungsvertrag Mehrausgaben von zwei Millionen Euro in 2008 geleistet werden müssen.
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