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12.2.2008 - Stadtnachricht

Imagegewinn und positive Entwicklungen

Traditionell lädt die Stadt Fürth Ende Januar Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kultur, Sport sowie von Organisationen, Verbänden und Vereinen zum Jahresgespräch ein. Zum Neujahrsempfang in der Stadthalle kamen heuer rund 900 Gäste, um der Rede von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zuzuhören.

Rund 900 Gäste kamen zum Neujahresempfang und lauschten der Rede von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung.

Foto: Kögler

Zentrale Themen waren das Jubiläumsjahr 2007 mit den rund 300 Veranstaltungen und Feiern, der in ganz Deutschland wahrgenommene Imagewandel und die positive Resonanz in der Stadt und der Region sowie die Besucherzahlen, die selbst hochgesteckte Erwartungen übertrafen. Eine nachhaltige Errungenschaft des Stadtgeburtstages ist laut Jung, dass sich Fürth über neues Selbstbewusstsein der eigenen Bürger und neue Wertschätzung bei den Nachbarn freuen darf.

Neben den zahlreichen positiven Resultaten des Jubiläumsjahres konnten aber auch, wie Jung herausarbeitete, längerfristige Entwicklungen verzeichnet und fortgeführt werden. Als ein wichtiges Beispiel nannte der OB die kontinuierliche Steigerung der Einwohnerzahlen. Seit einem halben Jahrzehnt verzeichnete die Stadt einen Bevölkerungszuwachs von etwa 500 Menschen per anno. Das beweise, dass sich „Fürth zu einer der attraktivsten Wohnstädte in Nordbayern entwickelt hat“. Dazu beigetragen haben laut OB Jung auch Investitionen im Bereich Kinder und Jugendliche, in Horte in Burgfarrnbach und Stadeln, aber auch in den Bau und die Sanierung von Schulgebäuden. All das seien „wichtige Bausteine für eine familienfreundliche Stadt“.

Weitere Fortschritte gebe es auch beim Umwelt- und Klimaschutz. So konnte die Gewinnung von Solarstrom um ein weiteres Megawatt gesteigert werden. Das bedeute, dass aktuell etwa 1500 Haushalte mit der umweltfreundlichen Energie versorgt werden – 2002 waren es gerade 65. Als Gewinner des Jubiläumsjahres bezeichnete OB Dr. Jung auch die Wirtschaft. In der Uferstadt sei es mit dem Zuzug von Atos Origin und Lauer Fischer gelungen, über 1000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber auch die Investitionen von Tucher in eine hochmoderne Brauerei und Saturn in das Elektrokaufhaus unterstrichen, dass Fürth als Wirtschaftsstandort an Attraktivität zugelegt habe.

Die erfreulichste Zahl des Jahres 2007 war für das Stadtoberhaupt die Arbeitslosenquote. Sie sank im Jahresvergleich um 25, bei jungen Menschen sogar um 35 Prozent: „Damit konnte die Stadt Fürth erstmals den stärksten Rückgang an arbeitslosen Menschen in der gesamten Metropolregion erreichen“, freute sich Jung. Er versicherte aber auch, dass man sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen wolle, sondern dass die Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik und der Abbau der Arbeitslosigkeit auch in Zukunft im Mittelpunkt seiner Arbeit stünden. Das Fraunhofer Institut habe sich bereits auf den Weg zu einem eigenständigen Institut im Kasernengelände Atzenhof gemacht. Dadurch werde auch der Status als Wissenschaftsstadt gestärkt.

Als „Missstand und bittere Wirklichkeit in unserer Stadt“ bezeichnete Jung die Tatsache, dass 2007 zahlreiche Menschen zusätzliche Hartz-IV-Mittel beantragen mussten, obwohl sie Vollzeit beschäftigt sind. „Wer arbeitet, soll sich und seine Familie davon ernähren können“, sagte Jung und forderte von der Bundesregierung in Berlin eine gerechte Lösung, die nach seiner Meinung nur in der Festsetzung eines Mindestlohns liegen kann. Als zukünftiges Ziel formulierte OB Jung das Weiterentwickeln und den Ausbau „der Stärken Fürths als Denkmal-, Solar- und Wissenschaftsstadt, als sicherste Großstadt Bayerns, als Ort mit herausragender Lebensqualitätsperspektive“.


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