Frauenpower in der Kleeblattstadt: vier der sechs Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten, die Oberbürgermeister Thomas Jung dieser Tage im Rathaus verliehen hat, gingen an Fürtherinnen.
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Rainer Pollinger, Ingrid Lamatsch, Marion Hagen, Edeltraud Scheuerer und Hildegard Rebelein (v.li.) freuen sich mit OB Jung (3. v. li.) über das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.
Foto: Gaßner |
Marion Hagen freute sich über die Auszeichnung, mit der ihr über 20-jähriges Engagement für den Alkoholfreien Freizeitclub des Caritasverbandes Fürth gewürdigt wurde. Ob als Redakteurin für die Selbsthilfezeitung „Flaschenpost“, als engagierte Betreuerin der Mitglieder oder als Organisatorin von Sitzungen und Feiern – die seit 2007 amtierende erste Vorsitzende stellt mit überdurchschnittlichen Einsatz die Aufgaben und Tätigkeitsfelder des Clubs der Öffentlichkeit vor und leistet somit auch einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Präventionsarbeit.
Stammgast im Rathaus, so das Fürther Stadtoberhaupt, ist mittlerweile Ingrid Lamatsch. Die engagierte Verfechterin des Brauchtums erhielt das Ehrenzeichen für ihre Tätigkeit im Heimat- und Volkstrachtenverein Stadeln, dem sie bereits seit 1966 angehört und seit 1994 als erste Vorsitzende vertritt. Bemerkenswert auch ihr Einsatz unter anderem im Vereinskartell des Stadtteils, im Kulturring D oder im Stadtjugendring Fürth – und natürlich unvergessen ihre Unterschriftenaktion, mit der 2003 das Bayerische Fernsehen davon überzeugt werden konnte, den Erntedank-Festzug der Michaeliskirchweih live zu übertragen.
Hildegard Rebelein, die gute Seele der Kirchengemeinde der Auferstehungskirche, erhielt das Ehrenzeichen für ihre engagierte Mitarbeit bei Gottesdiensten und kirchlichen Festen. Darüber hinaus kümmert sie sich unter anderem um die Frauenkreistreffen, den wöchentlichen Kirchenkaffee und ist mit vollem Einsatz dabei, wenn es darum geht, den jährlich stattfindenden Basar zugunsten eines indischen Patenkindes zu organisieren.
Die letzte in der Damenriege, die sich über das Ehrenzeichen freuen durfte, ist Edeltraud Scheuerer. Seit 1991 gilt ihr Engagement der Kirchengemeinde Fürth-Heilig-Geist sowie dem Diakonieverein. Im Rahmen ihres umfangreichen Tätigkeitsbereiches gestaltet sie unter anderem Gottesdienste, organisiert für den Frauenkreis Treffen und Ausflüge, arbeitet im Vorstand des Evangelischen Bildungswerkes mit und vertritt in der Dekanatssynode die Interessen der Frauen. Ihre Vorbildfunktion nutzt Edeltraud Scheuerer auch als „Beauftragte für das Ehrenamt“, um das Gesetz zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagement zu etablieren.
Auch zwei Männer erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Rainer Pollinger bekam die öffentliche Anerkennung für seine langjährige erfolgreiche Jugendarbeit beim ASV Fürth. Über 400 Kinder und Jugendliche trainierte der Fußballlehrer bisher, dabei ist vor allem seine ausgeglichene Art und seine hohe soziale Kompetenz gefragt, um dem Nachwuchs Werte wie Respekt, Toleranz und Kameradschaft zu vermitteln. Zu seiner Aufgabe gehört auch, die Jugendsportwochen des ASV Fürth oder die Hallenturniere zu organisieren.
Helmut Roth musste zwar krankheitsbedingt der Verleihung fernbleiben, seine ehrenamtliche Leistung wurde aber ebenfalls gebührend gewürdigt. Seit über 40 Jahren gilt Roths Engagement der Landeskirchlichen Gemeinschaft Fürth-Vach. Dabei übernahm er von 1980 bis 2005 den ersten Vorsitz und leitete bis 2008 auch den Seniorenkreis der Gemeinde. Sein Organisationstalent war hier ebenso gefordert wie sein unermüdlicher Einsatz, den Gemeindemitgliedern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Mit dem Bayerischen Ehrenzeichen würdigt der Bayerische Ministerpräsident langjährige herausragende ehrenamtliche Tätigkeit. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. |