Die gestrige Einigung im Vermittlungsausschuss zu Hartz IV führt nach Ansicht von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zu einem vertretbaren Ergebnis für Fürth.
Jetzt muss die Agentur für Arbeit gemeinsam mit der Stadt mit Hochdruck eine Umsetzung vor Ort erarbeiten: "Für mich ist entscheidend, dass die Hilfe für die betroffenen Menschen ab Januar aus einer Hand auch funktioniert", erklärt der OB. Dieses Ziel sei aber nur zu schaffen, wenn der Bund jetzt auch zügig die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffe.
Ein erstes Abstimmungsgespräch mit der Spitze der Arbeitsagenturen Nürnberg und Fürth hat im Rathaus bereits stattgefunden. Dabei wurde die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe beschlossen, in der seitens der Stadt Dr. Karl Scharinger, Referent für Soziales, Jugend und Kultur, Michaela Vogelreuther, Leiterin des Sozialamtes, und Lotar Demas, Leiter des Personalamtes, vertreten sind.
Jung hofft, dass die zugesagte Entlastung des Bundes für die Kommunen in Höhe von insgesamt 3,2 Milliarden Euro auch tatsächlich greift. Für die Stadt Fürth könnte das Ergebnis eine jährliche Entlastung von drei Millionen Euro bedeuten. Zum Jubeln sei es aber, so der OB, noch deutlich zu früh, da viele Berechnungen und Detailaspekte noch überprüft werden müssten. Entscheidend werde jetzt auch sein, dass neben der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe zusätzlich begleitende Programme aufgelegt werden, damit arbeitslose Bürgerinnen und Bürger neue Chancen zur Rückkehr in den Arbeitsmarkt erhalten. |