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Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,
ein aufregendes Jahr mit großen Herausforderungen geht zu Ende. Die Finanzkrise hat die Staatsfinanzen nachhaltig erschüttert. Besondere Dramatik hat die Wirtschaftskrise in unserer Region entwickelt – durch den traurigen Niedergang unseres größten Arbeitgebers, der Quelle.
Dabei haben wir in Fürth und Nürnberg über 6000 Arbeitsplätze verloren, nachdem wenige Jahre zuvor bereits die Schließungen von AEG, Triumph Adler und Grundig mit tausenden Stellen verkraftet werden mussten. Mein Mitgefühl gilt allen, die jetzt in dieser schwierigen Situation auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sind.
Deshalb haben Jobangebote ganz klar oberste Dringlichkeit für unsere Arbeit in den nächsten Monaten, aber auch die Sicherung guter Bildungschancen für unsere Kinder. Dafür sanieren wir unter anderem derzeit 13 Schulen und schaffen 100 neue Kinderkrippenplätze. Fast jeden zweiten Euro, den wir ausgeben, investieren wir in die Bildung und Zukunft der jungen Fürtherinnen und Fürther.
Außerdem wollen wir die Sanierung der Karolinenstraße und den Neubau einer Innenstadtturnhalle mit anschließendem Bau der neuen Feuerwache in Angriff nehmen. Für den Arbeitsmarkt ist es eine sehr erfreuliche Nachricht, dass das Landesamt für Statistik von München nach Fürth verlagert wird. Dies bringt allein 2010 bis zu 200 neue Arbeitsplätze. Der Gewerbehof complex in der Südstadt erhält ein zweites Gebäude; dadurch entstehen bis zu 300 Stellen. In den zusätzlich geplanten Forschungsinstituten werden ebenfalls langfristig hunderte von Arbeitsplätzen neu geschaffen.
Die Gewerbegebiete auf der Hardhöhe und in Atzenhof entwickeln wir zügig, so dass sich dort ebenfalls neue Firmen ansiedeln können. Auch bereits ansässige Unternehmen, wie beispielsweise Wolf Butterback, investieren in unserer Stadt Millionenbeträge, um Arbeitsplätze zu sichern und neuezu schaffen. Diese wirtschaftsfreundliche Politik mit den Schwerpunkten Arbeit und Bildung wollen wir in den nächsten Jahren mit Ihrer Unterstützung aufrechterhalten.
Weitere drastische Sparmaßnahmen müssen wir in der Verwaltung umsetzen. Sie sind im Einzelfall oft bitter, aber unausweichlich. Ohne Sparen würden wir die Schulden an die nächste Generation übergeben, ein weder nachhaltiges noch gerechtes Handeln. Deshalb wollen wir schon 2011 die Schuldenneuaufnahme wieder absenken. Mit diesen Worten zum Jahresende möchte ich Ihnen ganz herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr danken. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, trotz der nicht einfachen Zeiten, schöne Festtage und alles erdenklich Gute für 2010.
Ihr Dr. Thomas Jung
Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:
Stadt Fürth Bürgermeister- und Presseamt Stichwort: Leserbrief 90744 Fürth
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