Zum 13. Mal trifft sich in Fürth die ganze Welt des Klezmer: Künstler aus 15 Nationen sorgen in zehn Tagen in fast 30 Konzerten für ein ganz besonderes Musikvergnügen. Und zu Recht zählt das Internationale Klezmer Festival Fürth inzwischen neben Toronto und Krakau zu den drei renommiertesten Veranstaltungen dieser Art weltweit. Alles, was Rang und Namen hat, gibt sich von 9. bis 18. März die Klinke in die Hand: Die Klezmatics (USA) laden zur Feier ihres 25. Bühnenjubiläums ins Kulturforum ein (17. März) und mit Abraham Inc macht auch die wohl heißeste Formation, die der Klezmer des 21. Jahrhunderts zu bieten hat, am 18. März in Fürth Station.
 |
|
Abraham Inc. (USA/CAN), eine zehnköpfige Band um KlezmerBGuru David Krakauer, FunkBGott Fred Wesley und HipHopBGenie SoCalled wird zum Abschluss am 18. März ein Feuerwerk des FunkBSoulBKlezmer zünden. Foto: Jon Wasserman |
Wie lebendig diese an Traditionen reiche Musik ist, stellen eine ganze Reihe von Klezmorim in Fürth unter Beweis: Helmut Eisel & JEM (10. März), das französische Trio Klezele (15. März), David Orlowsky mit seinem Trio (10. März), das Jüdische Orchester Czernowitz (13. März) und die New Yorker Shooting-Stars Jake Shulman-Ment und Benjy Fox-Rosen (beide 9. März). The Heart & The Wellspring (14. März) aus Israel verschreiben sich ebenfalls den Melodien ihrer Vorfahren. Ähnlich geht es dem Zuhörer beim Jascha Lieberman Trio (10. März), das in Begleitung des Weltklasse Perkussionisten Sławomir Berny auftreten wird.
Das Publikum des Internationalen Klezmer Festivals Fürth hat aber auch die innovativen Richtungen und Wege der jungen Klezmorim-Generation stets begeistert begleitet. Klezjazz oder Klezmerpunk stehen ebenfalls auf dem Programm: KlezmaFour (15. März) kommen mit neuer CD zurück, Reggae-Sounds hat die siebenköpfige Klezmer-Festtagskapelle Opa! (16. März) im Gepäck – und Ramzailech (17. März) warnen mit dem Titel ihres Debut-Albums „Hardcore Klezmer“ bereits vor. Mit orientalisch anmutenden Klängen der aus Spanien in die Türkei vertriebenen sephardischen Juden verzaubert das Ensemble Saltiel (13. März).
Was wäre ein Klezmer Festival ohne Tanz? Natürlich ist auch DJ Yuriy Gurzhy wieder an den Turntables zugange, wenn die beliebte Klezmer-Disko am 16. März ihre Pforten öffnet. Neu in diesem Jahr: Das Tantshoyz! (17. März) bietet eine Plattform für alle, die einen echten jiddischen Tanzabend mit den typischen Gemeinschaftstänzen erleben möchten. Der Eintritt ist frei! Zeitgleich tobt in der Gustavstraße das Lokalpodium, das die regionale Klezmerszene auf die Bühne bringt.
 |
|
Der Titel des "Debut Albums" von Ramzailech aus Israel (17. März) lautet „Hardcore Klezmer“ – auch darauf darf man gespannt sein. Foto: Ramzailech |
Und wie immer gibt es an beiden Wochenenden Klezmer-Brunches und die 5 O’clock-Klezmer-Nachmittage sowie Stadt- und Museumsführungen. Durchgehend locken Filme zum Thema „Jüdisches Leben“ in das Kino Uferpalast. Neu im Programm ist „Klezmer für Kinder“ am 17. März – die Gruppe nu lässt auf herrlich leichte Weise Geschichte und Kultur der osteuropäischen Juden lebendig werden.
Wer mit den besten Klezmermusikern arbeiten, die eigene Spieltechnik verfeinern, Neues lernen und Altes verbessern möchte, der sollte sich für einen der kompakten Wochenend-Workshops anmelden. Zum Abschluss spielen alle Teilnehmer im Klezmerorchester am 11. März ein großes Konzert im Kulturforum. Am zweiten Festivalwochenende steht bei den beiden Workshops „Shine On“ und „Take my hand“ der jiddische Tanz im Mittelpunkt. Anmeldungen für alle Workshops sind bis 10. Februar möglich.
Das ausführliche Programmheft mit allen Terminen kann im rechten Bereich dieser Seite heruntergeladen werden.
Der Kartenvorverkauf startet am 15. Dezember bei allen bekannten Vorverkaufsstellen (unter Infoblatt im rechten Bereich dieser Seite) und unter Ticket online (unter Links im rechten Bereich dieser Seite). |