Es ist nicht jedermanns Sache, mitten im Herzen der Stadt zu wohnen – in historischen, denkmalgeschützten Gebäuden, in engen Gassen oder lauten Straßen und mit Nachbarn, die eine andere Sprachen sprechen. Doch ganz allgemein geht der Trend bei den Familien wieder weg vom Haus im Grünen, wo der Vater kilometerweit mit dem Auto zur Arbeit fährt und die Mutter sich zu Hause um die Kinder kümmert. Das kostet Zeit und das Benzin ist teuer. Die Schulen und die Kinderbetreuungseinrichtungen im Umland sind auf Vollzeit arbeitende Eltern weniger eingestellt, Kultur und außerschulische Bildung sind Mangelware. Wo auf dem Land gibt es beispielsweise schon ein Kinderbuchhaus wie in der Theaterstraße, in das Buben wie Mädchen einfach reinspazieren und in Kinderbüchern schmökern können. In der City ist eben viel stärker gebündelt, was eine Familie zum Wachsen und Gedeihen braucht. Noch dazu ist fast jedes Ziel bequem zu Fuß oder mit den Öffentlichen zu erreichen. Beispiel Gesundheit: Viele Fachärzte, ein gutes Dutzend Apotheken, etliche Arztpraxen für Kinder- und Jugendmedizin, aber auch Logopäden, Krankengymnasten, Physiotherapeuten sowie Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche finden sich im Zentrum.
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Zeichen an der Wand
In Fürth hat man die Zeichen der Zeit erkannt und bietet jungen Paaren oder Familien mit Kindern auch vermehrt in der Innenstadt attraktiven Wohnraum. Noch ist der bezahlbar, denn das Wohnen in einfacher Lage überwiegt, obwohl gute Wohnlagen durchaus zunehmen. Beispielsweise wurde die altehrwürdige Ottoschule aus dem Jahre 1869 in ein nobles Wohnquartier verwandelt. Gleichzeitig beherbergt der Stadtpalais getaufte Komplex das "Stadtmuseum Ludwig Erhard". Kaum war das neue Wohnquartier geplant, waren die 44 komfortablen Wohnungen auch schon verkauft. Nicht weit davon entfernt, an landschaftlich schönster Stelle, entstand eine 700 Meter lange und vier Meter breite Uferpromenade mit Ruhebänken. Fürths neuester Boulevard für Radfahrer und Fußgänger entlang der Rednitz lädt zum Flanieren und sogar an einer der beiden Badebuchten des ehemaligen Flussbades zum Schwimmen ein. Jedoch nicht nur die Stadt und die Bauträger, auch die Bürger engagieren sich: Sie renovieren ihre Häuser, sanieren die Fassaden, gestalten und begrünen Innenhöfe und bauen Balkone und Dachterrassen an – alles für ein lebens- und liebenswertes Stadtzentrum Fürth-City.
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Zur Eröffnungsfeier der neu gestalteten Uferpromenade kamen rund 60 000 staunende Gäste. Mit der Flaniermeile entlang der Rednitz hat sich die Stadt Fürth selbst ein großartiges Denkmal gesetzt.
Foto: Mittelsdorf |
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