Dort, im Jugendtreffpunkt Alpha 1, stehen weit mehr als nur Hausaufgaben auf dem Stundenplan: Neben Spiel, Sport und Tanz trifft man sich zu Wochenendfreizeiten oder einfach nur im hauseigenen Bistro zum Kickern, Darten, Musik hören oder Reden. Weitere Attraktionen sind gemeinsames Kochen in der Küche, Spielen, Surfen und Arbeiten am Computer oder eigene Musik im Tonstudio produzieren. Vereint nehmen sich die evangelische Kirchengemeinde Maria Magdalena und die katholische Pfarrei St. Heinrich im Ökumenischen Zentrum der Familien des Viertels an: Kinderchor, Trommelgruppe, Mutter-, Kind-, Schüler- und Jugendgruppen sind nur einige der vielen Aktivitäten im Zentrum. Wenn man dann noch das Engagement der Sportvereine dazu addiert, wird ersichtlich, warum in dem Stadtteil mit dem hohen Anteil junger Menschen und der niedrigen Arbeitslosenquote keine nennenswerten sozialen Probleme aufkommen.
Paddler und Nicht-Paddler willkommen
Die Ju-Jutsu-Abteilung des in der östlichen Südstadt beheimateten ASV Fürth konnte durch ihren neuen Kalbsiedlungsstützpunkt in der Zweifachturnhalle des Förderzentrums Süd ihre Kinder- und Jugendarbeit ausbauen. Dazu kommen Frauen-Selbstverteidigungskurse, Projekte mit behinderten Menschen und die Beteiligung am "Girls Day". Der "Griechische Sport Verein Omiros Fürth" bringt Oberliga-Basketballer hervor und sorgt mit seiner Jugendabteilung dafür, dass dies auch so bleibt. Die SG 1883 Nürnberg-Fürth hält in ihrem Fürther Bootshaus Kajaks und Kanus für große wie kleine und junge wie ältere Paddler bereit. Alljährlich richten die Kanuten den Fürther Kanuslalom auf der Slalomstrecke der Rednitz an der Fernabrücke aus. Auch Volleyballer und Boxer kommen bei diesem Verein auf ihre Kosten, müssen aber für ihren Sport in die Innenstadt, wo sich die SG in der städtischen Jahn-Turnhalle eingemietet hat. Wer vor dem Paddeln erst mal sportlich fit werden will, der kann dies auf dem Trimm-Dich-Pfad mit Cross-Lauf-Parcour vor der EuromedClinic.
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Futuristisches Tor nach Fürth
Für die Autofahrer, die sich Fürth auf der Südwesttangente bei gutem Wetter nähern, schimmert die Hotel-Pyramide wie ein futuristisches Gebilde weithin sichtbar in der Sonne. Nimmt man die Ausfahrt direkt an der Hotel-Pyramide oder die nächste, Fürth-Süd, landet man umgehend in der Kalbsiedlung. So schnell man da ist, so schnell muss man runterschalten, denn hier gilt ein flächendeckendes Tempo-30-Limit, der vielen Familien mit Kindern zuliebe, die hier leben. Die überdurchschnittlich vielen jungen Bewohner des Viertels haben es nicht nötig, ihre Eltern als Chauffeure zu verpflichten, denn fünf Buslinien stehen Tag und Nacht (Nightliner) zum Fort- und Heimkommen bereit. Lediglich die Weikershofer – ebenfalls mit Tempo-30-Zonen bedacht – müssen unter Umständen einen etwas längeren Fußweg zu den Haltestellen des 67ers in Kauf nehmen.
Rauf aufs Rad und rein in die Geschichte
Noch müssen Radler aus der Kalbsiedlung am Nadelöhr Schwabacher Straße unter Südwesttangente und Kanal hindurch, um am Kanal entlang oder im südlichen Rednitztal auf Tour zu kommen. Infolgedessen denkt die Stadt über eine Fuß- und Radwegverbindung im Wasserschutzgebiet zwischen Weikershof und Kalbsiedlung nach. Auch in die Innenstadt gelangen Radfahrer erst ab der westlichen Südstadt entlang der Rednitzau, falls sie nicht den Radweg Ludwigstraße oder ruhige Seitenstraßen vorziehen. Als Renner für Familien hat sich die Tour "Rauf aufs Fahrrad und rein in die Geschichte – Geschichten zwischen Südstadt und Innenstadt" erwiesen, die in der Kalbsiedlung ihren Ausgangspunkt hat. Sie führt entlang der historischen Schauplätze, an denen Amerikaner, Engländer, Preußen und berühmte Fürther ihre Spuren hinterlassen haben – Baron von Kalb, Friedrich Wilhelm von Steuben, Lady Eliza Graven und andere ... |