Hinterm Bahnhof beginnt der Süden

Die nördliche Südstadt, die gleich hinter dem Bahnhof beginnt, ist dicht bebaut. In dem Viertel mit der größten Bevölkerungsdichte der Stadt leben die Menschen auf engem Raum zusammen. Für die beinahe 1400 Kinder und Jugendlichen sind wenig Grün- und Freiflächen vorhanden. Es gibt vor Ort kaum Spielmöglichkeiten, keinen Bolzplatz und wenig Hortplätze. Für den Kindergartenbesuch müssen hie und da die Stadtteilgrenzen überschritten werden. Wo es eng zugeht, entsteht Reibung. Soziale Konflikte sind in dem Viertel mit überdurchschnittlich vielen Menschen ohne Arbeit oder unterschiedlicher Herkunft nicht unbekannt.

Das alte Pförtnerhäuschen der ehemaligen Humbser-Brauerei: Wenn die Tucher-Brauerei – der heutige Besitzer – ausgezogen ist, könnte ein kindgerechter Wohnpark aus dem Gelände werden.

Grün ist die Hoffnung

Eine Hoffnung für den Stadtteil keimt auf dem Areal der ehemaligen Humbserbrauerei. Für das Gelände zwischen Schwabacher Straße, Herrn-, Dambacher- und Fichtenstraße existiert ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan, der einen künftigen Wohnpark Rednitzaue vorsieht – samt Kindertagesstätte, Spielplatz und weiteren Spielmöglichkeiten für Kinder. Laut Plan sollen alle nicht überbauten Flächen durch Pflanzung von Laubbäumen, Sträuchern und Hecken begrünt werden. Sollte der Wohnpark Wirklichkeit werden, würde dadurch das gesamte Stadtviertel erheblich aufgewertet werden.

Für das Areal zwischen Schwabacher Straße, Herrn-, Dambacher- und Fichtenstraße existiert ein Bebauungsplan, der einen künftigen Wohnpark Rednitzaue vorsieht – samt Kindertagesstätte und Spielplatz für Kinder.

Naherholung in Nachbarvierteln

In einem künftigen Wohnpark Rednitzaue würden Familien einmal in guter Lage wohnen können, so wie dies bereits jetzt im Süden und Osten des Areals der Fall ist. Ansonsten müssen in der nördlichen Südstadt einfachere Wohnlagen in Kauf genommen werden, was aber nicht gleich "schlechter Wohnen" bedeutet: Dies beweisen die Wohnungen zwischen Schwabacher Straße und Rednitzau oder auch das unter Denkmalschutz stehende Ensemble Karolinenstraße. Für die Freizeit und die naturnahe Erholung bieten sich, mal abgesehen von der Grünanlage Dr.-Martin-Luther-Platz, die Rednitzaue, der Südstadtpark und der Stadtpark an. Auf dem Weg zu den großen Parks müssen jedoch die Grenzen des Stadtteils überschritten und mindestens 15 Minuten Fußweg einkalkuliert werden. Immerhin tut sich was in dem Viertel: So wurde dem traditionsreichen Café Fenstergucker an der Schwabacher  Unterführung neues Leben eingehaucht – als Tanzcafé.

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