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El Dorado der Volksmusik

Apropos Posaunenchor. Es hört sich fast so an, als hätte sich Vach über die Jahre zum heimlichen Zentrum für Volksmusik entwickelt. Da ist nicht nur die Vacher Blasmusik, die der Vacher Kirchweih die besondere Note verleiht, da ist auch die Vacher Stubenmusik, die 2005 ihr 30-Jähriges feierte. Die Gruppe, die 1999 mit dem Kulturpreis der Hans-Seidel-Stiftung ausgezeichnet wurde, ist – wie auch die aus ihr hervorgegangenen Vacher Spielleut – ein Begriff weit über den Vacher Kirchturm hinaus. Wer auf zeitgenössische Musik steht, bei dem fährt die Mobildisco aus Vach vor und verwandelt die Familienfeier in ein brodelndes Tanzfest.

Die Vacher Spielleut treten auch als Vacher Stubenmusik auf, wenn es um leise Musik in der Stube geht. Sie haben schon im Ausland aufgespielt und erhielten den Kulturpreis der Hanns-Seidel-Stiftung.

Foto: Vacher Spielleut

Familien leben nicht schlecht in Vach. Südlich der historisch geprägten Ortsmitte kann Vach eine gute, nördlich davon eine mittlere Wohnlage vorweisen, jeweils geprägt von Ein- und Zweifamilienhäusern. Regnitz und Kanal setzen dem Ort enge Entwicklungsgrenzen, nach wie vor finden sich jedoch bebaubare Flächen, beispielsweise entlang dem Main-Donau-Kanal am nördlichen Ortsrand. Shopping-Orgien lassen sich in dem Stadtteil keine feiern, immerhin gibt es einige Ladengeschäfte rund um den Vacher Markt, darunter eine Metzgerei, eine Bäckerei und eine Apotheke. Für größere Einkäufe müssen die Vacher die Supermärkte in Stadeln oder Obermichelbach anfahren.

Wer in Vach wohnt, dem steht die Welt offen: rein in den Bus, ab in die Jakobinenstraße und runter in die U-Bahn. So einfach wie man aus Vach raus kommt, so einfach kommt man auch wieder rein.

Sicherer Schulweg

Auch wer sich den Spargel direkt vom Bauernhof im etwas entlegenen Ritzmannshof besorgen möchte, nimmt besser das Auto. Die Buslinie 173 steuert nur den Ortsteil Flexdorf an und endet in Atzenhof mit seinem Kinderbad. Ansonsten ist man mit dem Bus gut bedient, zudem verkehren im Stadtteil auch noch der 179er sowie für alle Spätheimkehrer der Nightliner N 17. Der Bahnhof Vach ist zwar eine Haltestelle der Regionalbahn Fürth-Erlangen, liegt allerdings weitab vom Schuss in Stadeln. Für die Sicherheit der Kinder, Fußgänger und Radfahrer wurden in Vach und Ritzmannshof etliche Tempo-30-Zonen eingerichtet, in Flexdorf sogar flächendeckend, darüber hinaus eine enge Gehwegstelle beim Vacher Markt entschärft. Konsequent verfolgt die Stadt auch die Umsetzung der Talquerung bei Hüttendorf zur Verkehrsentlastung von Vach. Radwege gibt es im engen Vach so gut wie keine, man kann aber durchgehend entlang dem Main-Donau-Kanal Rad fahren.

Auch in Vach kann man durchgängig entlang dem Main-Donau-Kanal radeln. Da das Schifffahrtsgewässer hier etwas erhöht verläuft, kann man vom Rad aus gut auf die Dächer des Stadtteils blicken.

Lebendiges Kinderspielzeug

Wer das nördliche Tal der Regnitz mit seinen Biotopen aus Fließgewässern, Teichen und Feuchtwiesen erkunden will, sollte sowieso besser zu Fuß unterwegs sein. Bringen welche von den rund 500 Kindern des Stadtteils öfter lebendes Spielzeug mit nach Hause, dann liegt das bestimmt an den vielen Wasserinsekten, Fischen und Amphibien, die am Regnitztalarm ihren Lebensraum finden. Selbst Störche fühlen sich in den Vacher Wiesen wohl und wollen dort nicht gestört werden. Meister Lampe dagegen zieht die mit Rainen und Ranken durchsetzten offenen Feldfluren der großen landwirtschaftlichen Flächen im Westen des Stadtteils vor. Von dort her kommend, durchfließen Zenn und Michelbach den Stadtteil und münden in der Regnitz. Die schönen, an Flora und Fauna reichen Landschaften des Zenn- und Michelbachtals sind geschützt, ebenso die Flussaue von Zenn und Regnitz. Wie in Stadeln und Mannhof ist auch hier das Gebiet herrlich für den Forscher und Entdecker im Kind und für den Familienspaziergang geeignet. Dank des Fürther Jubiläumsjahrs wächst nun bei Vach auch noch ein "Jubiläumswald" heran. So pflanzte die Stadt 15 000 Bäume als "ökologische Ausgleichsmaßnahme" an der Obermichelbacher Straße. Auf einer fünf Fußballfelder großen Fläche wachsen nun europäische Lärchen, Weißtannen, Spitzahorn, Bergahorn, Vogelkirsche, Rotbuche, Stieleiche und Walnuss.

In den mit Rainen und Ranken durchsetzten offenen Feldfluren der großen landwirtschaftlichen Flächen westlich von Vach ist nicht nur Meister Lampe zu Hause, sondern auch der Strohmann.

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