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11.3.2007 - Kunst & Kultur

Wassermann-Literaturpreis für Robert Schindel

Bei einem feierlichen Festakt ist der österreichische Schriftsteller Robert Schindel mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2007 der Stadt Fürth ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung überreichte dem in Wien lebenden 63-jährigen Autor die mit 10 000 Euro dotierte Sonderauszeichnung im Zuge der 1000-Jahr-Feierlichkeiten am Sonntagvormittag im Stadttheater.

Oberbürgermeister Thomas Jung (li.) überreicht den Jakob-Wassermann-Literatur-Preis 2007 an Robert Schindel.

Oberbürgermeister Thomas Jung (li.) überreicht den Jakob-Wassermann-Literatur-Preis 2007 an Robert Schindel.

Foto: Mittelsdorf



Zentrales Thema vieler seiner Werke sind die Auswirkungen des Holocaust auf die so genannte zweite Generation – die nachgeborenen Kinder der Opfer und Täter. In ihrer Laudatio sagte Gunhild Kübler, Schindels Texte hätten eine Art Feuermelder-Mechanismus. „Sie wollen ihre Leser Zeit-wach halten und aufmerksam machen auf jeden ,künftigen Radau’. Darin liegt Robert Schindels Schreibantrieb, seine Schreibmotivation von Anfang an.“

Oberbürgermeister Jung erläuterte die Entscheidung des Kuratoriums für Robert wie folgt: „Mit seiner expressiv-unverwechselbaren Sprache, seiner Fabulierlust und seinem abgründigen Witz zählt Schindel zu den interessantesten, aber auch eigentümlichsten Autoren der Gegenwartsliteratur. (…)Streitbar und unangepasst wendet er sich gegen Antisemitismus und Xenophobie, und die Hoffnung auf eine Welt ohne Hass und Vorurteil ist in seiner Lyrik und Erzählprosa als konkrete Utopie zu erkennen. Robert Schindel wird damit dem Schaffen Jakob Wassermanns in hervorragender Weise gerecht. Mit Werk und Person steht Schindel rückhaltlos für die von Wassermann propagierten Werte der Humanität, Toleranz und Gerechtigkeit.“

Die Stadt Fürth will mit der Literaturpreisvergabe die Werke Jakob Wassermans (1873-1934) wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Sein Appell zu mehr Menschlichkeit, Toleranz und Gerechtigkeit sei heute so wichtig wie damals, betonte Oberbürgermeister Jung. Als nicht religiöser Jude litt Wassermann als Erwachsener zeitlebens am Antisemitismus seiner Umwelt und der Tatsache, nicht als Deutscher und Jude akzeptiert zu werden.

Unter Infoblatt im rechten Bereich dieser Seite finden Sie Reden und viel Wissenswertes zur Verleihung des Jakob-Wassermann-Literaturpreises 2007.

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