Ludwig Erhard, zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und Vater des Wirtschaftswunders, gilt als einer der bedeutendsten Söhne der Kleeblattstadt. In dem nach ihm benannten Stadtmuseum in der Ottostraße befinden sich bereits einige Exponate, die an den großen Politiker erinnern.
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Museumsleiter Martin Schramm (2.v.li.), OB Thomas Jung und Evi Kurz, präsentieren stolz die Exponate, die Olav Bakstad (li.) dem Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard geschenkt hat. Foto: Birgit Gaßner |
Jetzt kann die Vitrine, die sich dem Leben des gebürtigen Fürthers widmet, um einige weitere interessante Objekte ergänzt werden. Die neuen Schmuckstücke stammen aus dem Besitz von Olav Bakstad, der 16 Exponate aus dem Nachlass Erhards bei einer Auktion in München 1997 für rund 2800 Mark ersteigert hatte.
Als der rüstige Rentner, der lange Zeit in der Kleeblattstadt wohnte, von der Eröffnung des Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard erfahren hatte, beschloss er, seine „Schätze“ dem Haus zu überlassen. Über die großzügige Geste freuen sich nicht nur Museumsleiter Martin Schramm und Evi Kurz, Vorsitzende des Ludwig-Erhard Initiativkreises, sondern auch Oberbürgermeister Thomas Jung: „Ludwig Erhard ist die Persönlichkeit der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es ist ein Glücksfall, dass die Exponate nun in seiner Heimatstadt zu sehen sind“, so der Rathauschef.
Unter den Schätzen befinden sich neben Zigarren, Streichholzschachteln, unter anderem ein Lederetui mit zwei Füllern, ein Album mit 21 Schwarz-Weiß Fotos und der Widmung „Zur Erinnerung an 22. November 64 in der Heimatstadt, Ich möcht‘ mal wieder ein unbekannter Fürther sein“. Außerdem ist eine lederbezogene Zigarrenschatulle mit der Wappenmedaille „Seal of the President of the United States“, ein Geschenk von Lyndon B. Johnson, dabei. Das skurrilste Exponat stellt sicherlich eine Schatulle mit einem goldüberzogenen Backenzahn dar. Dass der Zahn tatsächlich von Erhard stammt, liegt nahe, denn die Schachtel stammt ebenso wie die anderen Gegenstände aus seinem Haus in Gmund, wo der Politiker lange Jahre lebte und begraben ist. |