Zum Wohle der Patienten gemeinsame Sache machen und dadurch effizienter, kostengünstiger und qualitätsorientierter arbeiten. Das ist das erklärte Ziel der beiden Ärztenetze Stadt Fürth (ÄNF) und Zirndorf/Landkreis Fürth (ZIF). Bei einer Pressekonferenz informierten die Vorsitzenden der beiden Medizinerzusammenschlüsse Dr. Franz Jobst und Dr. Robert Neupert, über ein Kooperationsmodell, das - wie sie betonten - in dieser Form einzigartig ist in Franken.
"Trotz schwierig werdender Rahmenbedingungen wollen wir die Versorgung verbessern," erklärte Franz Jobst. Dazu solle in erster Linie die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den insgesamt 123 Ärzten der beiden Netzwerke intensiviert werden. Gleiches gelte auch für ambulanten und stationären Bereich. "Auch Praxis und Klinik sollen in Zukunft enger verzahnt arbeiten," ergänzte Robert Neupert.
Großen Wert legen die Mediziner auf den Präventionsbereich. So sollen zum Beispiel Schulungen für Patienten und Ärzte und die Teilnahme an Qualitätszirkeln für eine optimale Versorgung sorgen.
Unterstützt werden die Ärztenetze von der Kassenärztlichen Vereinigung und den Betriebskassen BKK. Deshalb beschränkt sich der Service wie Gesundheitspass, Patientenbegleitbrief, Telefon-Hotline oder zusätzlicher Präsenzzeiten an Abenden, Samstagen, Sonn- und Feiertagen zunächst nur auf die BKK-Versicherten. "Den anderen Krankenkassen steht es aber offen, sich anzuschließen," betonte Neupert.
Einen Befürworter fanden Jobst und Neupert auch in Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung. Er bezeichnete die Kooperation beider Netze als zukunftsweisend. Besonders freue er sich, dass nicht von Leistungsabbau die Rede sei, wie derzeit in der politischen Diskussion, sondern von Optimierung und Verbesserung der Versorgung. "Zusammenarbeit ist im Gesundheitswesen besonders wichtig, ziehen wir doch gerade hier alle an einem Strang", so Jung.
Nächstes Ziel der Ärztenetze ist auch das Klinikum Fürth, die EuromedClinic, Alten- und Pflegeheime, Ergo- und Physiotherapeuten mit einzubeziehen. Auch hier sollen Kooperationsmodelle geschlossen werden und so Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander verbessern. Größte Hoffnung des Duos Jobst und Neupert ist zudem, dass auch andere Kassen dem Beispiel der BKK folgen und den Ärztenetzservice ihren Mitgliedern anbieten.
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