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| 31.1.2005 - Kinder, Jugend, Schulen |
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Fürth mischt bei Schulentwicklung vorne mit |
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Die städtische Hans-Böckler-Real-und Wirtschaftsschule (HBS) hat beim diesjährigen Innere Schulentwicklung Innovationspreis (i.s.i.) den mit 4000 Euro dotierten zweiten Platz in der Kategorie Berufliche Schulen gewonnen – als erste Wirtschaftsschule überhaupt. Ausgeschrieben wurde die jährliche Auszeichnung, die Ende Januar zum vierten Mal vergeben wurde, von der Stiftung Bildungspakt Bayern.
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Kultusministerin Hohlmeier (2. v. re.) überreicht Schulleiter Bedal (2. v. li.) den nehmen für die Hans-Böckler-Schule den 2. Innere Schulentwicklung Innovationspreis (i.s.i.).
Foto: HBS |
Gemeinsam mit zwei Schülern, Lehrern und einem Elternvertreter hat Oberstudienrektor Thomas Bedall den Preis aus den Händen von Kultusministerin Monika Hohlmeier im Dachauer Schloss entgegen genommen. "Ich freue mich riesig, dass die tolle und engagierte Arbeit unserer Lehrer und Schüler mit dem i.s.i. gewürdigt wird, der zu den bedeutendsten Preisen im schulischen Wettbewerb zählt", sagte Bedall nach der Auszeichnung stolz.
Insgesamt 111 Schulen hatten sich in den Kategorien Förder-, Grund-und Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen beworben. Nach einer Vorauswahl präsentierte sich die HBS dann im Dezember einen Tag lang vor einer Jury aus Eltern, Lehrern, Schülern und Vertretern der freien Wirtschaft. Die Hauptkriterien der i.s.i.-Juroren: Erfolg bei neuen Unterrichtsformen, Verbesserung des Lernklimas, Innovation bei der inneren Schulentwicklung. Dazu erarbeiteten Schüler und Lehrer ein gelungenes Konzept, das vor allem die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler unterstützt.
Die PowerPoint Präsentation, die die Schüler selbst entwarfen und vortrugen, beeindruckte die Jury sehr, erinnert sich Bedall. Gut angekommen seien aber auch etablierte Projekte wie Coolrider, die Fahrzeugbegleiter in öffentlichen Bussen und Bahnen, Streitschlichter oder Tutorien (Schüler lernen mit Schülern: eine kostenlose Nachhilfe), die wichtige Schlüsselqualifikationen vermitteln. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury vom Unterricht in den so genannten Übungsfirmen, in denen die Schüler Abläufe in Betrieben simulieren. Auch die daraus entstandenen guten Kontakte zu Firmen wie Karstadt Quelle, Playmobil oder der Raiffeisenbank, die Firmenpatenschaften übernehmen, wurden honoriert.
Während der mehrstündigen Preisverleihung würdigte das Jury-Mitglied Jürgen Stolte (Audi AG) den vorbildlichen Schulentwicklungsprozess an der HBS: "Die Schülerinnen und Schüler werden zu eigenverantwortlichem Handeln angeleitet und erweiterten somit ihre sozialen Kompetenzen." Das Vertrauen, das Schulleitung, Lehrer und Schüler ineinander setzten bezeichnete Stolte als lebenden Beweis dafür, dass die konstruktive Arbeit auf einem richtigen Weg sei.
Das sieht auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung so, der sich mit der einzigen städtischen Schule über ihren Erfolg freute: "Der Preis zeigt einmal mehr, dass die Schulleiterübertragung an Thomas Bedall unmittelbar nach meinem Amtsantritt richtig war." Nach dem Debakel um den vorangegangenen Rektor mit ständigen Negativschlagzeilen sei die Hans-Böckler-Schule wieder eine Vorzeigeschule geworden, die für das Stadtimage sehr positiv wirke. Jung: "Mein Dank gilt dem gesamten engagierten Team."
Neben der Hans-Böckler-Schule wurde noch eine zweite Fürther Schule ausgezeichnet: die staatliche Leopold-Ullstein-Realschule Fürth holte sich in der Kategorie Realschulen den mit 500 Euro dotierten 1. Preis. "Die Schule gehörte schon vor drei Jahren zu den i.s.i-Preisträgern und hat sich nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht", würdigte Kultusministerin Hohlmeier das andauernde Engagement von Schülern und Lehrern. Neben dem Preisgeld erhielt jede Schule noch eine hochwertige Digitalkamera des Stiftungspartners Hewlett Packard.
Dass gleich zwei Bildungseinrichtungen der Kleeblattstadt unter den diesjährigen Preisträgern sind, ist nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung eine schöne Auszeichnung für die Schulstadt Fürth. "Wir werden unsere Schulen auch weiterhin nach Kräften unterstützen. Bestes Beispiel ist das größte Schulinvestitionsprogramm der Stadtgeschichte, das ab diesem Jahr die bauliche Situation von 5000 unserer 13000 Schülerinnen und Schüler verbessern wird", sagte Jung.
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