Der Schriftsteller Uwe Timm wird am 12. März 2006 mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet.
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Uwe Timm erhält am 12. März 2006 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis.
Foto: Kiepenheuer & Witsch |
Dies hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig so beschlossen; damit folgte das Gremium dem Votum des Preis-Kuratoriums. Die Mitglieder des Kuratoriums sind: Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Dr. Karl Scharinger, Kulturreferent der Stadt Fürth, Professor Dr. Gunnar Och, Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Inge Rauh, Nürnberger Nachrichten, Dr. Dieter Hess, Bayerischer Rundfunk München, und Ota Filip, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Uwe Timm, einer der bekanntesten und renommiertesten Autoren Deutschlands, erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein herausragendes literarisches Gesamtwerk, das beispielhaft geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklungen im Deutschland der Nachkriegszeit reflektiert. Sein literarisches Schaffen zeugt von großer erzählerischer Kompetenz. Zudem bestimmen die Gebote der Toleranz, Humanität und Gerechtigkeit das Werk Timms maßgebend. Relevante Kriterien für die Auswahl eines Autors, einer Autorin, die in den Richtlinien zu Verleihung ausdrücklich festgeschrieben wurden.
Uwe Timm wurde am 30. März 1940 in Hamburg geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in München und Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Morenga“ (Roman,1980), „Kopfjäger“ (Roman, 1991) und „Rot“ (Roman, 2001). Aktuellstes Werk ist die Erzählung „Der Freund und der Fremde“.
Der Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth wurde 1996 erstmals vergeben, nach einem zunächst dreijährigen Turnus wird er nunmehr alle zwei Jahre verliehen. Er soll dazu beitragen, das literarische Erbe Wassermanns, der am 10.März 1873 in Fürth geboren wurde, in Gegenwart und Zukunft im Bewusstsein zu halten. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind: Edgar Hilsenrath, Hilde Domin, Dagmar Nick und Sten Nadolny.
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