Für Pausen, Unterricht und Theater im Freien sah es bislang im Heinrich-Schliemann-Gymnasium (HSG) zappenduster aus. Das hat sich jetzt durch eine Schulhoferweiterung Richtung Pegnitz mit einer Fläche, die einem Amphitheater ähnelt, grundlegend geändert. Bei der offiziellen Einweihung des „Grünen Klassenzimmers“ freute sich Schulleiter Reinhard Heydenreich sichtlich und sprach von einem „architektonisch gelungenen Podium“.
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Das Open-Air-Klassenzimmer des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums bietet viele Nutzungsmöglichkeiten.
Foto: Bidner-Wunder |
Um das Gelände zu vergrößern, wurde der bestehende Zaun rund vier Meter nach Osten verschoben und die so gewonnene Fläche mit Betonpflastern befestigt. In der südlichen Grundstücksecke entstand eine Art Amphitheater, das auf seinen steinernen Sitzstufen etwa 80 Zuhörern Platz bietet. Die Entwurfsplanung für das Grüne Klassenzimmer erstellte das Landschaftsarchitekturbüro Führes aus Zirndorf – unentgeltlich. Großzügig zeigte sich auch das Ehepaar Neidhardt: Sie spendeten einen größeren Betrag, so dass die Gesamtkosten von rund 54 000 Euro zu einem Teil aus schuleigenen Mitteln getragen werden konnten. Ein weiterer Teil wurde durch die Pauschale „Sonderwünsche 2009“ der städtischen Gebäudewirtschaft beglichen.
Oberbürgermeister Thomas Jung freute sich ebenfalls, dass die „Schule am Fluss“ nun einen Theaterplatz für dramatisches Gestalten, für Konzerte, Lesungen und als Open-Air-Klassenzimmer direkt neben der Pegnitz hat. Dies sei auch als „Wertschätzung gegenüber den Schülern“ zu sehen. Wie gut die Akustik der neuen Spielstätte im Freien ist, zeigten Fünftklässler mit szenischen Gedichtvorträgen. |