Die Investitionen ins Fürther Krankenhaus reißen nicht ab. Der Bau einer neuen Frauenklinik für 16,5 Millionen Euro begann mit einem offiziellen Spatenstich, zu dem der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder extra angereist war. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit 13,5 Millionen Euro, den Rest bringt die Stadt Fürth auf. Möglich wurde dies einmal mehr durch den Zukunftssicherungsvertrag, nach dem die Beschäftigten des Fürther Klinikums zwei Jahre auf Teile ihres Gehalts verzichteten. Im Gegenzug vereinbarten die Beteiligten, dass das Krankenhaus fit für den Wettbewerb gemacht werden und mindestens bis 2015 unter kommunaler Trägerschaft bleiben soll.
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Der Leiter der Frauenklinik Professor Hanf, OB Jung, Gesundheitsminister Söder, Cadolto-Mitarbeiter Flohr und Klinikumsvorstand Krappmann (v. li.) gaben den Startschuss für den Beginn der Bauarbeiten.
Foto: Mittelsdorf |
Vom Bau einer neuen Kinderklinik, eines neuen Verwaltungsgebäudes und derzeit einer modernen Großküche über die Einrichtung eines Endoskopiezentrums und einer Zentralsterilisation bis hin zur Errichtung des neuen Parkhauses – man habe, betonte Klinikumsvorstand Peter Krappmann, strukturell viel getan, um die Gesundheitseinrichtung gut und zukunftsfähig zu positionieren. Umso mehr ärgerte er sich über Privatisierungsgerüchte, die er und Oberbürgermeister Thomas Jung noch einmal als völlig haltlos und unbegründet bezeichneten.
Auch Söder lobte die starke Stellung, die das Klinikum bei der regionalen Gesundheitsversorgung einnehme und erneuerte seine Unterstützung beim nächsten geplanten Großprojekt, dem Neubau einer zentralen Notaufnahme. Dieser könnte schon im Herbst beginnen.
Zu diesem Zeitpunkt soll die neue Frauenklinik bereits bezugsfertig sein und neben der Gynäkologie und der Geburtsklinik können auch die Psychiatrische Tagesklinik für Kinder und Jugendliche und die Schmerztherapeutische Tagesklinik einziehen. Möglich macht dies die Cadolzburger Firma Cadolto, die darauf spezialisiert ist, Gebäude in Modulbauweise zu errichten. Dabei werden einzelne Elemente vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt. Der Vorteil: die Bauzeit verkürzt sich erheblich, die Qualität und die Lebensdauer sind genauso wie bei herkömmlicher Bauweise. |