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13.12.2004

Konversionsstandort - Besatzer wurden Freunde

Am 19. April 1945 kapituliert der kommissarische Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Karl Häupler, vor der Rainbow Infantry Division. Daraufhin besetzten die amerikanischen Streitkräfte alle vorhandenen Militäranlagen, den Fliegerhorst auf dem ehemaligen Flugplatz bei Atzenhof und die beiden Südstadtkasernen. Panzerdivisionen wurden stationiert und das Headquarter des stellvertretenden Kommandeurs eingerichtet. Damit wurde Fürth - gemessen an Stadtgebiet und Einwohnerzahl – für knapp fünf Jahrzehnte der größte Standort der Amerikaner in Bayern.

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Nicht weniger als zehn Areale, mit einer Gesamtfläche von über 270 Hektar, gelangten in den Besitz der US-Armee. Im Lauf der Jahre erweiterten die Amerikaner das große Kasernenareal in der Südstadt, um Wohnraum für die verheirateten Soldaten zu schaffen. Schulen, Kino, Supermärkte, Waschsalons und Tankstellen entstanden.

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Bis Mitte der 1990er Jahre prägte der „american way of life“ das Zusammenleben der Menschen besonders in der Fürther Südstadt. In dieser Zeit sind viele Freundschaften zwischen Deutschen und Amerikanern geschlossen worden. Es entstand ein Klima, das von Verständnis und Vertrauen gekennzeichnet war. Aus ehemaligen „Besetzern“ und „Besetzten“ wurden Verbündete und Weggenossen fürs Leben.

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Als sich nach dem Ende des Kalten Krieges die politischen Verhältnisse änderten und der damalige amerikanische Präsident, Bill Clinton, den Abzug der amerikanischen Truppen anordnete, hinterließen sie in Fürth nicht nur große Flächen, die es galt, für eine zivile Nutzung umzuwandeln. Für viele Fürtherinnen und Fürther, die unmittelbar in der Nachbarschaft der Kasernen lebten, die bei den amerikanischen Militärbehörden gearbeitet haben, die Geschäfte und Gastronomiebetriebe besaßen, in denen Amerikaner einkauften und ihre Freizeit verbrachten, ging mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ein wichtiger, unwiederbringlicher Teil ihres Lebens zu Ende.

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Und so wurde die Nachricht vom Abzug der US-Streitkräfte auch als das Ende einer gemeinsamen Geschichte. Nichtsdestotrotz bedeutete das Freiwerden der Militärflächen für Fürth eine Jahrhundertchance und eine Jahrhundertherausforderung, die mit viel Arbeit, Problemen und Schwierigkeiten verbunden war. Auch wenn die Umwandlung aller Flächen noch nicht vollständig abgeschlossen ist: dass diese Herausforderung gemeistert und die Chancen genutzt wurden, zeigen diese Seiten.

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