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| 1.12.2005 - Bauprojekte |
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Städtebauliches Juwel bleibt erhalten |
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"Eigentlich habe ich gedacht, dass das alte Offiziers-Casino auf Grund seiner tollen Architektur eines der ersten Gebäude ist, das einer neuen Nutzung zugeführt werden kann", hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung bei einem Ortstermin bekannt, zu dem Klaus Zöpfel eingeladen hatte. Der Privatmann aus Fürth hat das Casino nach jahrelangem Dornröschenschlaf gekauft und damit den Grundstein dafür gelegt, dass das von Zerfall und Abriss bedrohte städtebauliche Juwel erhalten bleibt.
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Das frühere Offiziers-Kasino erhält an den Seitenflügeln Aufbauten aus Glas und Stahl und wird mit Dachterrassen versehen. Hinten: Der Neubau mit elf Eigentumswohnungen.
Grafik: Architekturbüro Willi Bayer |
Fünf Millionen Euro will er in den zukünftigen Steubenpark investieren, der im Jahr 2007 fertig gestellt werden soll. Vorgesehen ist eine aufwändige Sanierung des markanten Jugendstil-Gebäudes, das in den Jahren 1902 bis 1904 als ehemaliges Offiziers-Kasino des königlich-bayerischen 21. Infanterie-Regiments errichtetet wurde und zuletzt bis 1992 von den Amerikanern als Offiziersclub genutzt wurde. Hinzu kommt ein viergeschossiger Neubau mit elf Eigentumswohnungen, der im gebührenden Abstand im hinteren Teil des Grundstücks entsteht.
Zusammen mit Willi Bayer, einem bei der Umwandlung von Kasernen und Kliniken erfahrenen Architekten aus der Kleeblattstadt, hat er in Zusammenarbeit mit dem Baureferat ein Konzept entwickelt, das auch beim Amt für Denkmalschutz Zustimmung gefunden hat. "Das war die Rettung in letzter Minute", erklärte OB Jung bei der Besichtigung des Hauses mit der Glaskuppel und dem Rundturm. "Immer wieder sind Investoren angesichts des Verfalls abgesprungen und letztlich wäre wohl nur noch ein Abriss in Frage gekommen."
"Das konnte ich nicht verantworten, da ich mich mit dem alten Kasino identifiziere", erklärt Zöpfel die Beweggründe für sein Engagement. Erst wollte er das Erdgeschoss selbst nutzen, nun aber sollen interdisziplinäre, medizinische Gemeinschaftspraxen einziehen, während im Obergeschoss fünf mit großen Dachterrassen ausgestattete Eigentumswohnungen entstehen. Vor allem für Ärzte sieht Zöpfel in der Südstadt gute Entwicklungschancen: "Ich halte die medizinische Versorgung in diesem Gebiet, in dem ja in den vergangenen zehn Jahren durch die Umwandlung der Militärflächen viele Familien zugezogen sind, für stark ausbaufähig."
Das Fürther Stadtoberhaupt freut sich, dass das historische Gebäude nun doch erhalten bleibt und dankte Klaus Zöpfel, der für das Vorhaben die Steubenpark GmbH gegründet hat, für seinen Mut und seine Investitionsbereitschaft. Vom Erfolg des Unterfangens zeigte sich Jung nach dem Studium der Pläne überzeugt: "Hier entsteht exklusiver Wohnraum, wie er in der Region kaum zu finden ist. Und das Beste ist, dass nun auch ein architektonisches Schmuckstück gerettet wurde, das das Stadtbild in der Südstadt aufwertet." |
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