"Fürth ist im Straßenraum grüner geworden." Diese zufriedene Bilanz zog Oberbürgermeister Dr. Thomas, als er zusammen mit Stadtbaurat Joachim Krauße und Baumpfleger Dirk Osterloh die Baumbilanz 2007 vorstellte. Wie schon in den Vorjahren wurden deutlich mehr Bäume im öffentlichen Raum als so genanntes Straßenbegleitgrün gepflanzt als gefällt werden mussten.
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Freuen sich über die beiden Linden am Stadelner Fischer-berg (v.re.): die Anwohner Käthe Leipold, Christine Ulrich, Günther Schrems und Kurt Leipold sowie OB Dr. Jung und Stadtbaurat Krauße.
Foto: Grodel |
Dieses Jahr weist die städtische Statistik ein Plus von 174 Bäumen aus - die zweithöchste Zahl seit Amtsantritt. "Das sollte man bei aller Leidenschaft um den Erhalt einzelner Bäume nicht vergessen. Denn wichtig ist die Gesamtbilanz", betonte Jung.
Insgesamt hat die Stadt entlang von Straßen seit 2002 exakt 1429 Bäume gepflanzt, nur 478 mussten gefällt werden - ein Plus von 951 Bäumen. Hinzu kommen noch ungezählte Bäume und Sträucher, die in Parks, Ufernähe oder auf Spielplätzen eine neue Heimat fanden. Und natürlich die gesonderten Pflanzungen zum 1000. Stadtgeburtstag: die Jubiläumslinde am Kirchenplatz, der Jubiläumshain mit 115 Bäumen am Ulmenweg an der Pegnitz und der Jubiläumswald an der Obermichelbacher Straße mit rund 15 000 kleinen Bäumchen.
Jung verwies darauf, dass es im Bauausschuss immer wieder harte Kämpfe bei der Diskussion Parkplätze gegen Bäume gebe. "Aber wir werden den eingeschlagenen Weg auch künftig weitergehen." So solle beispielsweise die Hans-Böckler-Straße, die bereits mit zwei Bäumen begrünt wurde, 2008 Allee-artig weitergepflanzt werden. Auch der Fischerberg in Stadeln ist grüner geworden: Mit dem Abriss des in die Kreuzung hereinragendes Hauses ist - neben den lange herbeigesehnten beidseitigen Gehsteigen - Platz für eine kleine Grünfläche entstanden. Zwei Linden wurden vor die Lärmschutzwand aus Gabionen (mit Steinen befüllte Drahtkörbe) gepflanzt, die noch berankt werden. Gegenüber ersetzte das Grünflächenamt die kranke Fichte durch eine schmucke Colorado-Tanne.
Dass die Veränderungen im Straßenbild ankommen, zeigte sich beim Pressetermin ganz spontan, als Stadelner Bürger vorbeikamen: "Das ist hier prima geworden, da kann man nur ein Lob aussprechen", sagte beispielsweise Kurt Leipold, der selbst am Fischerberg wohnt. Christine Ulrich und Käthe Leipold freuen sich nicht nur über den breiten Gehsteig, sondern auch über die Linden - "die Blüten riechen doch so gut". |