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Rund 700 000 Eigenheimbesitzer bundesweit nutzen bereits die Solarenergie zur solaren Wärmegewinnung. Schon mit einer sechs Quadratmeter großen Solarkollektorfläche kann der Warmwasserbedarf für 2000 Duschgänge gedeckt werden. Zusammen mit dem Einbau besonders sparsamer Brenner können so bei Eigenheimbauten jährlich über 1000 Liter Öl eingespart werden. Eine Halbierung der Heizkosten ist damit möglich. Wer die Sonne als Wärmespender für den eigenen Warmwasserbedarf und die Wohnungsheizung nutzen will, dem stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Ein Überblick:
Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien- Teilprogramm: Thermische Solaranlagen
Gefördert wird die Errichtung von Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, zur Raumheizung sowie zur Bereitstellung von Prozesswärme. Der Zuschuss beträgt bei der Erstinstallation für Anlagen mit einer Gesamtbruttokollektorfläche von maximal 200 Quadratmeter 110 Euro je angefangenem Quadratmeter installierter Bruttokollektorfläche, für jeden darüber hinausgehenden angefangenen Quadratmeter 60 Euro.
Bei Erweiterungsvorhaben beträgt die Förderung 60 Euro je angefangenem Quadratmeter zusätzlich installierter Bruttokollektorfläche. Bei Anlagen, die zur Schwimmbadbeckenwassererwärmung genutzt werden, beträgt die Förderung 80 Prozent der vorgenannten Sätze.
Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse, die nicht rückgezahlt werden müssen. Anträge können bis 15. Oktober 2006 gestellt werden.
Antragsformulare für Zuschüsse können aus dem Internet unter www.bafa.de heruntergeladen oder über die Fax-Nummer 0221/303-121 92 abgerufen werden. Informations- und Antragsstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (siehe unter Kontakte rechts).
Wohnraum modernisieren
Aus diesem Programm vergibt die KfW Förderbank Darlehen zur Finanzierung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen (ÖKOPLUS) und allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen (STANDARD) in allen bestehenden Wohngebäuden. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Zinssatz des Kredits richtet sich nach dem Anteil für STANDARD- bzw. ÖKOPLUS- Maßnahmen. Je höher der Kreditanteil für ÖKO-PLUS-Maßnahmen, umso günstiger der Zins. Zu den STANDARD-Maßnahmen gehören unter anderem Fenstererneuerung, Sanitärinstallation, Fußböden und Einbau von Standardheizungstechnik.
ÖKO-PLUS-Maßnahmen sind dieDämmung der Außenwände, des Daches und der Kellerdecke sowie Erneuerung der Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah- /Fernwärme.
Kombinationen der Maßnahmen sind möglich. Der maximale Kreditbetrag beträgt 100 000 Euro je Wohneinheit. Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) können über eine gleichzeitige Sanierung der Heizung in Verbindung mit dem Einbau einer Solaranlage die Heizkosten um durchschnittlich 30 bis 50 Prozent gesenkt werden.
Nähere Informationen sind über den Onlineratgeber www.solarfoerderung. de kostenlos erhältlich. Förderanträge für die zinsgünstigen Solarkredite können sowohl private Hauseigentümern, als auch Wohnungsbaugesellschaften stellen.
Ökologisch Bauen
In diesem Programm werden energetisch hochwertige Neubauten gefördert. Die Passivhäuser sowie KfW-Energiesparhäuser 40 und 60, die bisher im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm bzw. im KfW-Programm zur CO2- Minderung mitfinanziert wurden, werden bei unveränderten Bestimmungen zusammengefasst. Förderbeträge:
- KfW-Energiesparhäuser 40 und Passivhäuser werden mit maximal 50 000 Euro je Wohneinheit (WE) gefördert.
- KfW-Energiesparhäuser 60 werden mit maximal 30 000 Euro je WE gefördert
- Einbau von Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/ Fernwärme bei Neubauten werden mit 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 10 000 Euro je WE gefördert.
Anträge können ab sofort bei allen Banken und Sparkassen gestellt werden. Die Zusage durch die KfW erfolgt meist innerhalb weniger Tage, nur bei den KfW-Energiesparhäusern 40 und Passivhäusern kann die KfW die Zusage erst erteilen, wenn der Bundeshaushalt 2005 in Kraft getreten ist.
Interessierte erhalten weitere Beratung im Informationszentrum der KfW Förderbank zum Ortstarif (siehe unter Kontakte rechts).
Und natürlich helfen auch die Mitarbeiter im Amt für Umweltplanung gerne weiter. (Für Ansprechpartner siehe unter Kontakte rechts) |