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11.4.2005 - Solarstadt

Viel Platz für die Sonne, der Solarbeauftragte berät gerne

2003 ist das Amt für Umweltplanung „in die Luft“ gegangen, um Fürth aufs Dach zu schauen und das nutzbare Potenzial für Photovoltaik- oder solarthermische Anlagen ausfindig zu machen. Das Ergebnis der Erkundung aus der Vogelperspektive: Von den insgesamt 22 600 Gebäuden im Stadtgebiet könnten sich 5000 (22 Prozent) Bauten durch Solaranlagen die Sonne gewinnbringend aufs Dach scheinen lassen – und 13 Prozent des Jahresstrombedarfs in der Stadt abdecken.

Nach Gebäudearten aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: 3600 Objekte sind Einfamilien-Reihenhäuser oder Doppelhaushälften, 1000 weitere Objekte entfallen auf Mehrfamilienhäuser und den mehrgeschossigen Wohnungsbau, 180 Gewerbe- und Industriebauten in Flachdachbauweise wären ebenfalls für eine solare Stromerzeugung geeignet. Hinzukommen noch rund 100 landwirtschaftlich genutzte Gebäude, vor allem großflächige Scheunendächer. Die restlichen 200 Gebäude verteilen sich auf öffentliche und private Dienstleistungsgebäude.

Rechnet man alle Flächen vor dem Hintergrund zusammen, dass eine 1-Kilowatt-Anlage rund 10 Quadratmeter Fläche braucht und durchschnittlich 900 Kilowattstunden Energie produziert, ergibt sich eine Leistung von bis zu 80 Megawatt aus der ein jährlicher Stromertrag von 67 000 Megawattstunden resultiert. Damit könnten rund 13 Prozent des jährlichen Energiebedarfs in der Stadt ausschließlich über Sonnenstrom gedeckt werden. Oder anders ausgedrückt: 14 000 bis 19 000 Haushalte könnten mit Sonnenstrom versorgt werden, wenn auf allen geeigneten 5000 Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert sind. Zum Vergleich: Derzeit liegt der Anteil des Solarstroms bei 0,33 Prozent des Jahresbedarfs.

Johann Gerdenitsch, der Leiter des Amts für Umweltplanung und Solarbeauftragter, glaubt nicht, dass es schwierig ist, die Bürgerinnen und Bürger gedanklich auf den neuen energiewirtschaftlichen Weg einzustimmen. Gerdenitsch berät auch vor Ort gerne, ob Dachflächen für Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen geeignet sind. Einen Termin oder Beratungsgespräch können Sie vereinbaren, wenn Sie anrufen, ein Fax oder eine E-Mail senden.

Tipps gibt es auch für Fürther Bürgerinnen und Bürger, deren eigenes Hausdach nicht nach Süden ausgerichtet ist, nicht die erforderliche Größe besitzt oder nicht über die ideale Neigung verfügt und deshalb nicht für solche Anlagen geeignet sind. Dann besteht die Möglichkeit in großen, gemeinschaftlich finanzierten Anlagen zu investieren.

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