Für jeden Autofahrer, der im Besitz eines Handys ist, kann das Parken auf einigen öffentlichen Parkplätzen in der Kleeblattstadt eine bequeme Angelegenheit sein. Ohne den Weg zum Automaten und ohne die lästige Suche nach Kleingeld, ist es möglich, das Parkticket per Mobiltelefon zu lösen.
Als erste Großstadt in Bayern hat Fürth das sogenannte SMS-Parken im Februar an der großen und kleinen Fürther Freiheit, vor dem Amtsgericht sowie in der Rudolf-Breitscheid-Straße zunächst für die Dauer eines Jahres eingeführt. Aufgrund der zufriedenstellenden Akzeptanz wird das Angebot nun auf das gesamte Parkgebiet im Zentrum erweitert.
Neu hinzu gekommen sind: die Moststraße östlich und westlich der Friedrichstraße, die Gustav-Schickedanz-Straße zwischen Königstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße, die West- und Ostseite des Bahnhofplatzes, die Gabelsbergerstraße, die Königstraße vor dem Lokal „El Floridita“, die Friedrichstraße zwischen Alexanderstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße und zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Maxstraße sowie die Maxstraße zwischen Bahnhofplatz und Friedrichstraße.
Mitarbeiter des Tiefbauamtes haben an den Parkschildern bereits Zusatzzeichen mit der Aufschrift „SMS-Parken“ angebracht. Die Zahl der Stellplätze, für die der Service gilt, erhöht sich damit auf rund 340.
Und so funktioniert es: Der Fahrer sendet eine Kurzmitteilung mit seinem Autokennzeichen und – durch einen Punkt getrennt – der gewünschten Parkdauer (30 für die halbe Stunde, die Ziffer „1“ für eine Stunde, die Ziffer „2“ für zwei Stunden; Beispiel für eine halbe Stunde: füab123.30) an die Nummer 82115. Die Daten werden vom System registriert und der Nutzer erhält ein virtuelles Ticket auf sein Handy. Der Betrag für den Parkaufenthalt sowie die Gebühr für die SMS, die nicht mehr als 12 Cent kostet, werden dabei über das Prepaidguthaben oder die Handyrechnung des Fahrers abgebucht.
Auch die Kontrolle findet per Mobiltelefon statt. Laut Hans-Joachim Gleißner, Leiter des Straßenverkehrsamts, sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsaufsicht schon seit Jahren im Besitz von tragbaren Diensttelefonen. Damit können sie eine Internetverbindung herstellen und nach Eintippen des Kennzeichens feststellen, ob für den Parkplatz bezahlt worden ist.
Ein Pluspunkt des „Handy-Parkens“ ist, dass zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit der Autofahrer eine kostenlose Erinnerungs-SMS empfängt. Daraufhin kann er entscheiden, ob er rechtzeitig bei seinem Fahrzeug sein wird oder er die Parkzeit mit einer weiteren Kurzmitteilung verlängern möchte. |