Mit großzügiger Unterstützung durch das Fürther Handwerk gedeiht das neue Limoges- und Limousinhaus in der Gustavstraße 31 zu einem echten Aushängeschild der deutsch-französischen Freundschaft.
Bereits weit über 500 Arbeitsstunden hat die Fürther Maler- und Lackiererinnung investiert, um an acht ehrenamtlichen Samstagen und so manchem Wochentag für ihre Heimatstadt kostenlos tätig zu werden. Innungsmeister Kurt Georg Strattner schätzt den Wert der Eigenleistung auf rund 30 000 Euro, denn nicht nur das Verputzen, Spachteln und Streichen, auch das gesamte Material, Farben, Gips und Co., spendierten die beteiligten 10 Innungsmeister. "Wir wollen mit dieser Aktion unseren Bürgersinn unter Beweis stellen und unsere Stadt unterstützen, aber auch etwas für den guten Ruf des Handwerks tun", so Strattner zur Motivation der tollen Spende, über die sich Ob Dr. Jung sehr erfreut zeigte.
Besonders, weil er aus seiner Kindheit noch die Zeiten kennt, als Frankreich der viel geschmähte "Erbfeind" war, ist der 1930 geborene Strattner stolz, nun an einem Projekt der Völkerverständigung aktiv mitzuwirken. "Sehen Sie das Gelb und das Rot? Es war gar nicht so einfach, die hinzubekommen, denn die französische Innenarchitektin hatte uns französische Farben angegeben", berichtet Strattner. Aber dank moderner Technik konnte auch das Problem gelöst werden: Mit maschineller Hilfe wurden die entsprechenden deutschen Farben ermittelt und abgemischt. Und auch der Rosastich des Türkis ist erfolgreich beseitigt.
In diesen Tagen wird das Limoges- und Limousinhaus möbliert, die fleißigen Handwerker krempeln noch einmal die Ärmel auf und machen sich an die Außenfassade und bereits im April kann es dann mit Kursen, Vorträgen, einer Mediathek, einem Dokumentationszentrum, einem Bistro und vielem mehr in den hübschen, zentral gelegenen Räumen an der Ecke Waaggasse losgehen. Zur offizielle Einweihung am 24. Mai laden Leiterin Anne Lallemand und der pädagogische Mitarbeiter Pascal Ropion herzlich ein.
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