7.7.2003 - Tourismus
Völkerverständigung und Gastfreundschaft über drei Stockwerke
Ende Dezember soll es fertig sein, das neue Studentenwohnheim für Studentinnen und Studenten in der Wasserstraße 2. Der frische Wind, der zum Start der Umbaumaßnahmen wehte, soll nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung auch mit dem Bezug der drei Appartements Programm werden: "Die jungen Leute aus aller Welt sollen studentisches Flair in die Innenstadt bringen."

Das Gemeinschaftsprojekt von Stadt Fürth, der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) und dem Lions Club sei ein weiteres gelungenes Beispiel für die Aufwertung der Innenstadt. Rund 35 000 Euro werden über das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" in den Um- und teilweisen Neubau fließen.

Die Gesamtkosten inklusive Kaufpreis - die WBG hat das baufällige, etwa 150 Jahre alte Haus von der Stadt gekauft - bezifferte WBG-Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller auf 220 000 Euro. Zur Vermittlung der Zimmer an ausländische und vor allem französische Studentinnen und Studenten der Partnerregion Limousin seien bereits Kontakte zum Studentenwerk der Universität Erlangen geknüpft. Auch die Universität in Limoges ist bereits informiert.

Mit 25 000 Euro beteiligt sich der Lions Club Fürth an den Umbaukosten. "Das Studentenwohnheim steht wie kaum ein anderes Projekt für Völkerverständigung und Bildung - Ziele, die sich auch Lions International auf die Fahne geschrieben hat", betonte deren Fürther Präsident Dr. Stephan Popp. Insofern sei das Geld sehr gut angelegt. Er hoffe, dass die jungen Leute in Fürth deutsche Kultur, Lebensart und deutsches Know-how kennen lernen und - zurück in ihren Heimatländern - berichten, wie schön es bei uns sei. Das neue Studentenwohnheim wird den Namen Lions-Haus erhalten.

Gemeinsam füllten das Stadtoberhaupt, der Dr. Partheimüller und Dr. Popp eine Kupferkartusche mit einer Urkunde, einem Satz Euromünzen und einer aktuellen Tageszeitung. Das Einmauern der Kartusche symbolisierte den offiziellen Start der Umbauarbeiten. Im Endzustand bietet das Haus 120 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen mit jeweils eigenem Nassbereich und Küche pro Stockwerk.

Für Stadtbaurat Joachim Krauße ist das Haus Wasserstraße 2 ein Beleg dafür, dass die Stadt "auch in finanziell schlechtesten Zeiten zu seiner historischen Bausubstanz steht und in deren Erhalt investiert".

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