Landestypisch mit Cidre und amuse-gueule (Appetithäppchen mit Gänsepastete) und großen Blumensträußen hat die Stadt Fürth zwei junge Französinnen im neuen Studentenwohnheim in der Wasserstraße 2 begrüßt. Mit der Enthüllung einer Tafel, die den Namen „Lions Haus“ trägt, weihten Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und der Fürther Lions-Club-Präsident Dr. Stephan Popp das runderneuerte Haus ein. Beide hoben die Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaft hervor. Die guten Beziehungen von Fürth und Limoges hätten mit der Einweihung des Limoges- und Limousin-Hauses vor einem Jahr und den Appartements für Studenten aus der Partnerregion einen neuen Höhepunkt erreicht, betonte das Stadtoberhaupt.
Dr. Jung dankte dem Lions-Club, der sich mit der stolzen Summe von 25 000 Euro an den Gesamtkosten von 240 000 Euro beteiligte, und vor allem der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG), die das lange leer stehende Haus von der Stadt gekauft und mit Hilfe von Fördergeldern aus dem Soziale-Stadt-Programm saniert hat: „Damit ist ein weiteres Gebäude der Wasserstraße erneuert worden. Die Innenstadtsanierung kommt voran.“
Marina Pasquet und Viviane Nguyen haben es sich schon in ihren zwei Zimmern gemütlich gemacht. Die angehenden Fremdsprachenkorrespondentinnen machen ein sechswöchiges Praktikum beim Bürgermeister- und Presseamt bzw. im Limoges- und Limousin-Haus. Ab dem Wintersemester werden auch die übrigen drei Appartements mit Küchenzeile und Bad belegt sein. Dank des Einsatzes von Pierre Wolff, Vorsitzender der Montgelas-Gesellschaft zur Förderung der Bayerisch-Französischen Zusammenarbeit, müssen alle Bewohnerinnen und Bewohner nur rund 90 Euro Miete zahlen, die restlichen 70 Prozent übernimmt die Staatskanzlei. Auch im Limousin haben bayerische Studenten die Möglichkeit, in 12 Wohnungen günstig unterzukommen. Kontakte werden über die beiden Universitäten der Partnerregionen vermittelt, Ansprechpartnerin für die Studenten vor Ort ist die städtische Partnerschaftsbeauftragte Hilde Langfeld.
Die Stadt hofft, mit den Studentenwohnungen und dem Limoges- und Limousin-Haus, ein weiteres Mosaiksteinchen für ein deutsch-französisches Zentrum in Fürth geschaffen zu haben. Der seit zwölf Jahren sehr aktiven Partnerschaft mit der südwestfranzösischen Stadt käme dies sehr zugute. |