Fürth wird bei Touristen immer beliebter. Diesen Schluss lassen die aktuellen Übernachtungszahlen in der Kleeblattstadt zu: 244 688 Übernachtungen buchten die Gäste in den 25 Hotels und Gasthöfen im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2004 ist dies ein Plus von acht Prozent. Diese Entwicklung folgt dem positiven Trend seit Eröffnung der Touristinformation im Jahr 1995. Dass sich Fürth auf der Überholspur in Sachen Touristik befindet, beweisen auch die Entwicklungen in den Nachbarstädten: Nürnberg schnitt mit einem Plus von 4,3 Prozent ab. Die Erlanger gaben sich mit einem Anstieg von einem Prozent zufrieden und Schwabach musste einen Rückgang von 3,3 Prozent hinnehmen.
Als Städteregion Nürnberg konnten die vier Städte einen Zuwachs von 3,4 Prozent verzeichnen. Diesen Erfolg führen die Touristiker aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach auf das gemeinsame Marketing zurück. Das vom Touristischen Städteverbund herausgegebene Hotelverzeichnis, der Veranstaltungskalender und das Pauschalangebotsprospekt liefern den Besuchern eine klare Übersicht über das Angebot. Mit der Citycard können die Gäste mit dem VGN fahren, die Museen in allen vier Städten besuchen und bekommen außerdem zahlreiche Vergünstigungen bei Veranstaltungen und in Souvenirläden.
Damit Fürth weiterhin die Liste der Tourismusentwicklung anführt, sollen die neuen Hinweisschilder auf der A 73 (Frankenschnellweg) und der Südwesttangente auf die vielen Baudenkmäler aufmerksam und den Vorbeifahrenden noch mehr Lust auf Fürth machen. Da sich die Schätze der Stadt oft im Verborgenen befinden, bietet die Touristinformation spezielle Führungen – nicht nur für Gäste – an. Der Spaziergang „Denkmalstadt Fürth - Bauschönheiten im Blick“, der am 29. Oktober und 26. November jeweils um 14 Uhr an der Michaeliskirche startet, informiert über die vielen Baustile in der Altstadt und über die Stadtentwicklung vom einfachen Marktflecken zur aufblühenden Industriestadt.
Pünktlich zum Stadtjubiläum gibt es ab Januar 2007 zwei weitere Denkmalführungen. Im Mittelpunkt des ersten Rundgangs stehen die aus der Gründerzeit stammenden Historismus- und Jugendstilhäuser der Königswarterstraße und der Hornschuchpromenade. Die herrschaftlichen Häuser mit den reichen Sandsteinverzierungen gehören noch heute zu den prächtigsten Zeugen der Fürther Vergangenheit.
Im Mittelpunkt der zweiten Führung steht die mit der Industrialisierung einhergehende rasante Entwicklung der Südstadt. Das im Jugendstil erbaute Berolzheimerianum, das Logenhaus der Freimaurer im Stil des Historismus, das streng klassizistische Schulhaus an der Schwabacher Straße, die ehemalige Humbserbrauerei mit dem nahezu einmaligen Jugendstilsudhaus und die Paulskirche erzählen interessante Geschichten aus vergangener Zeit. |