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28.2.2008 - Tourismus

Positive Entwicklung im Jubeljahr

Das Stadtjubiläum war in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg: Nicht nur die Fürtherinnen und Fürther feierten das 1000-jährige Bestehen der Kleeblattstadt ausgiebig, auch Touristen aus ganz Deutschland, Europa und Übersee wurden von dem Spektakel angezogen. Die Anzahl der Tagesbesucher 2007 wird auf etwa zwei Millionen geschätzt, die Übernachtungszahlen sind im Vergleich zum Jahr 2006 um 5,1 Prozent in die Höhe geschnellt.

Attraktive Herberge in verkehrsgünstiger Lage:
Das primaVera Parco in der Südstadt.

Foto: Kramer

Anhand einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) gibt jeder Gast, der in der Städteregion Nürnberg-Fürth übernachtet im Durchschnitt 87,53 Euro aus. Für Fürth ergibt das bei den 243 472 Übernachtungen des vergangenen Jahres einen Bruttogesamtumsatz von über 21 Millionen Euro. Hierbei hat der Gast 63 Prozent im Gastgewerbe, neun Prozent im Einzelhandel und 28 Prozent für sonstige Dienstleistungen ausgegeben. Gäste, die nur einen Tag zu Besuch sind, zahlen laut Studie rund 30,90 Euro pro Kopf, was bei den geschätzten zwei Millionen Tagesbesuchern einen Bruttoumsatz von 61,8 Millionen Euro für die Stadt Fürth im Jahr 2007 ergibt.

In diesem Fall werden 61,2 Prozent der Summe im Einzelhandel, 27,8 Prozent in der Gastronomie und 11 Prozent für sonstige Dienstleistungen wie beispielsweise Museumsbesuche oder Stadtführungen lockergemacht.Im Vergleich zu 2006 hat die Tourist-Information, wie Leiterin Eike Söhnlein berichtete, zudem über 8000 Anfragen mehr erhalten; an 678 Führungen haben über 17000 Menschen teilgenommen (2006: 156 Führungen mit 3672 Teilnehmern) und auch eine positive Entwicklung im Bustourismus ist für 2007 zu verzeichnen: Fast 60 Busunternehmen haben Fürth in ihr Programm aufgenommen.

Der Auftrieb, den die Kleeblattstadt durch das Stadtjubiläum erfahren hat, soll nun Zug um Zug ausgebaut werden, erläutert Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung: Bereits 2010 steht mit dem 175. Eisenbahnjubiläum ein weiteres deutschlandweites Großereignis auf dem Programm, die Stadtführungen sollen thematisch breiter gefächert werden und es wird eine Fortsetzung des Höfefests im Drei-Jahres-Rhythmus angestrebt.

Auch der stark anwachsende Fahrradtourismus, der auch gute Chancen für die Gastronomie birgt, soll mehr in den Vordergrund gerückt werden und die bereits bestehenden überregionalen Radwegeverbindungen wie zum Beispiel der 1300 Kilometer lange Pan-Europa-Radweg von Prag nach Paris sollen genutzt werden. Auch im Bereich Wellness ist die Kleeblattstadt mit dem Fürthermare, den Heilquellen und dem Heilquellenweg bestens gerüstet. Kulturelle Highlights stellen im Jahr 2008 das 11. Internationale Klezmerfestival, das Fürth- Festival sowie das New Orleans- Festvial dar, darüber hinaus sind wieder Sportveranstaltungen mit überregionaler Wirkung wie der Metropol-Marathon, die Schickedanz Open und das Reitsportfestival in Planung. Sie werden sicher wieder Besucherscharen in die Kleeblattstadt locken.

Über die Fürther Aktivitäten in Sachen Tourismus freut sich auch Hotelbesitzer Klaus Höchel: Während er und sein Team bereits seit sieben Jahren mit demHotel „primaVera centro“ in der Innenstadt erfolgreich vertreten sind, steht er in der Gästebewertung mit dem „primaVera parco“, das 2007 in unmittelbarer Nähe zum Südstadtpark eröffnet wurde, derzeit an erster Stelle.

Die Ansiedlung eines weiteren Hotels im gehobenen Segment steht noch auf der städtischen Wunschliste, mögliche Standorte könnten die Stadthalle oder der Golfpark sein. Zudem ist ein Wohnmobilparkplatz neben dem Fürthermare geplant.

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