Das Fürther Rathaus hat ab sofort eine Leiche im Keller. Nein keine richtige, es handelt sich vielmehr um eine ausrangierte Quelle-Schaufenster-Puppe, die den Mittelpunkt eines von den Ermittlern der Spurensicherung inszenierten begehbaren Tatorts im neuen Kriminalmuseum bildet.
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Der Tatort eines Raubmords, den Ermittler der Spurensicherung in Szene gesetzt haben. Foto: Kramer |
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In zehn Räumen sind dort auf etwa 200 Quadratmetern viele weitere Exponate zu sehen, zum Beispiel Unterlagen und Beweisstücke aus dem "Fall Carla" der die Kleeblattstadt und den Landkreis vor Jahren so bewegt hat, zahlreiche Waffen, die nach dem Amoklauf in Winnenden angegeben worden sind, oder falsche Geldscheine, die in Fürth in den Umlauf gebracht wurden.
Die Idee, das neue Museum zu gründen, hatte Stephan Popp, Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth. Zusammen mit dem früheren Polizeipräsidenten Wilfried Dietsch und sechs weiteren Mitgliedern gründete er einen Förderverein, der die Vision, die Geschichte der Polizei und der Gerichtsbarkeit seit 1806 in Fürth zu präsentieren, nun in bemerkenswerter Weise umgesetzt hat. Dabei wurde unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet.
„Mit diesem Konzept wollen wir den Besucherinnen und Besuchern das Thema Kriminalität in der Vergangenheit und der Gegenwart näher bringen“, erklärt Popp. „Und immer mit der Botschaft: Verbrechen lohnt sich nicht, weder für das Opfer, noch für den Täter.“
Das Kriminalmuseum ist samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder 1 Euro, Familien 5 Euro.
Führungen organisiert die Tourist-Information Fürth. Weitere Infos dazu unter Kontakte im rechten Bereich dieser Seite. |