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21.1.2005 - Wirtschaft

Imageoffensive für Neue Materialien

Um die Kompetenz der Region im Bereich Werkstoffentwicklung und Neue Materialien herauszustellen, haben die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK), die Landkreise Nürnberger Land und Ansbach sowie die Stadt Fürth die Imagebroschüre "Kompetenz in Neuen Materialien" aufgelegt. Die Publikation vermittelt einen Überblick über die Forschungsaktivitäten im Ballungsraum und erscheint auf Grund der hohen internationalen Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges in den Sprachen Deutsch, Englisch und Chinesisch.

Kompetenz in Neue Materialien

Mark Hartmann von der NMF, OB Jung, Uni-Kanzler Schöck, Konsul Gao, Werner Herzog vom Landkreis Ansbach, IHG-Vorsitzender Rohrseitz und Landrat Reich (v. li.).
Foto: Mittelsdorf


Bei einer Pressekonferenz stellten Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Landrat Helmut Reich (Nürnberger Land), stellvertretender Landrat Werner Herzog (Ansbach) und der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Riesterer die zwölfseitige Broschüre vor. Mit dabei waren auch der Kanzler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Thomas Schöck, und der chinesische Wirtschaftskonsul Xingle Gao, der sich für eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Neuen Materialien interessiert. Die Volksrepublik China gilt besonders im Gebiet der Werkstoffentwicklung als dynamischster Wachstumsmarkt.
Ziel der Imagekampagne ist laut OB Dr. Thomas Jung die zahlreichen Einrichtungen, Aktivitäten und Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, vorzustellen und bekannt zu machen. Die Region habe sich in den vergangenen Jahren bei der Forschung im Bereich Neue Materialien immer mehr zu einer Metropole in Deutschland und in Europa entwickelt.

Schätzungen von Experten gehen davon aus, dass im Ballungsraum etwa 120 000 Menschen in unterschiedlichen Branchen in diesem Sektor arbeiten. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Technikum Neue Materialien in Fürth mit der Neue Materialien Fürth GmbH (NMF) und dem Fraunhofer-Entwicklungszentrum für Röntgentechnik. Noch in diesem Jahr will sich die Uni mit dem Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) in dem Gebäude auf dem früheren Grundig-Areal niederlassen. Das bedeutet, dass Fürth dann endgültig echte Universitätsstadt wird. Kanzler Schöck zeigte sich zuversichtlich, dass die Kaufverhandlungen mit dem Grundstückseigentümer Doughty Hanson bald abgeschlossen werden können. Das ZMP wird in erster Linie die Grundlagenforschung bei der Entwicklung Neuer Materialien betreiben. Im Zusammenspiel mit der NMF können die Wissenschaftler dann Projekte von der Grundlagenforschung bis zur Herstellung von Prototypen in Fürth entwickeln.

Ein aktuelles Beispiel für die Verwendung Neuer Materialien ist der neue Airbus 380. Ohne die konsequente Fortentwicklung auf dem Feld neuer Werkstoffe wäre dieses Großraumflugzeuges nicht möglich gewesen.
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