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14.2.2008 - Wirtschaft

Meilenstein für Golfpark

„Das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS will in Fürth große Fußabdrücke hinterlassen.“ Das formulierte der durch die Erfindung der MP3- und MPEG-4-Standards in aller Welt bekannte Leiter der Forschungseinrichtung Professor Heinz Gerhäuser, als er mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Wirtschaftsreferent Horst Müller vor Ort bekannt gab, dass auf einer 20000 Quadratmeter großen Fläche im Golfpark Atzenhof ein neues Institut für die zerstörungsfreie Prüfung von neuen Materialien für die Luft- und Raumfahrt entsteht.

Die Bekanntgabe, dass im Golfpark eine neue Fraunhofereinrichtung entsteht, stieß auch auf große Medienresonanz. Im Bild v. re.: OB Jung, Professor Gerhäuser, Dr. Hanke und Wirtschaftsreferent Müller. Foto: Mittelsdorf  

Die Bekanntgabe, dass im Golfpark eine neue Fraunhofereinrichtung entsteht, stieß auch auf große Medienresonanz. Im Bild v. re.: OB Jung, Professor Gerhäuser, Dr. Hanke und Wirtschaftsreferent Müller.

Foto: Mittelsdorf



Geplant ist ein Neubau, der bis 2011 fertig gestellt werden soll und in dem dann auch das bislang im Technikum Neue Materialien untergebrachte und von Dr. Randolf Hanke geleitete Entwicklungszentrum für Röntgentechnologie (EZRT) einziehen soll. Der Baubeginn ist für 2009 vorgesehen. Noch heuer soll aber eine Laborhalle für einen Linearbeschleuniger errichtet werden. Ingesamt werden voraussichtlich 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dem Institut beschäftigt sein.

Für Fürth ist das, wie OB Jung betonte, ein herausragender Erfolg: Nicht nur, dass damit der fast genau vor einem Jahr verliehene Titel als Wissenschaftsstadt eindrucksvoll untermauert werde. Darüber hinaus habe die Ansiedlung auch eine überragende Bedeutung für die weitere Vermarktung des früheren Flughafenareals. Das Fürther Stadtoberhaupt sprach von einem Meilenstein bei der Umwandlung der früheren Militärfläche, da das Gewerbegebiet durch die Forschungseinrichtung für hochwertige Unternehmen enorm an Attraktivität gewinne.

Jung hob bei dieser Gelegenheit einmal mehr hervor, dass 60 Prozent des Areals aus Grünflächen bestehen soll. Durch das kürzlich gestartete Bauprojekt von P&P Wohnbau Franken (wir berichteten) entstünden in der Region einmalige Bedingungen für ein harmonischen Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten. Auch architektonisch stehen den Bauherren laut Jung alle Möglichkeiten offen, da es für das Gebiet kaum städtebauliche Auflagen gibt.

Die Entscheidung für den Golfpark fiel nach Auskunft von Gerhäuser auf Grund der guten Verkehrsanbindung und der Möglichkeit, sich räumlich nahezu unbegrenzt weiterentwickeln zu können. „Wir haben hier die Chance, unsere Visionen zu verwirklichen“, erklärte der Wissenschaftler. Da bei der Prüfung der Materialien für die Luft- und Raumfahrt sowie für die Automobilindustrie auch sehr große Teile wie etwa ganze Kabinentüren, Rotorblätter von Helikoptern oder ganze Karosserien anfallen, sei die Nähe zum

Kanal und die Landemöglichkeit für Transporthubschrauber bei der Standortwahl enorm wichtig gewesen.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des neuen Instituts wird, so Gerhäuser, im Bereich Sicherheit liegen, der auf Grund der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus auch bei der Materialforschung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Zum Beispiel soll an Bauteilen gearbeitet werden, die großer Hitze oder auch Explosionen widerstehen. Ein weiteres Thema sei zum Beispiel, wie lassen sich Container durchleuchten, ohne dass sie geöffnet werden. „Früher mussten Materialien vor allem kostengünstig sein, heute müssen sie auch sicher sein“, erklärte er.

Neuer Institutsleiter soll Randolf Hanke werden, den Gerhäuser als hervorragenden Wissenschafter und Unternehmer bezeichnete. Der EZRT-Leiter sieht in seiner neuen Aufgabe eine große Herausforderung. Er will eng mit bayerischen Firmen wie EADS, Eurocopter, MTU, Audi oder BMW zusammenarbeiten. Sein ehrgeiziges Ziel: Das Wachstum in den kommenden zehn Jahren zu verdoppeln. Die Voraussetzungen, dies im Golfpark Fürth zu verwirklichen, sieht er als optimal an.

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