Keine 500 Meter Luftlinie von MEKRA Lang entfernt befindet sich der wohl außergewöhnlichste Flughafen der Welt: Das Siemens Airport Center in Bislohe hat zwar keine Landebahn, verfügt aber über die komplette Ausstattung eines internationalen Airports – inklusive Passagierabfertigungssystem, Gepäckförderanlage und Vorfeldkontrolle.
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Sicherheitsinnovation aus Fürth – durch das virtuelle 3D-Gesichtsbild ersetzt in Zukunft der Blick in die Kamera den Schlüssel.
Foto: Siemens |
Wozu? Ganz einfach: Das Siemens Airport Center dient den Flughafenspezialisten des Konzerns als Präsentations-und Trainingsanlage sowie als „lebendes Labor“ zur Weiterentwicklung des hauseigenen Angebots an Produkten, Lösungen und Systemen für Großflughäfen. „In Bislohe können wir auf rund 8.500 Quadratmetern den gesamten Alltag eines Großflughafens bis ins Detail simulieren“, sagt Helmut Pawlischek, Market Manager Siemens Airports. „Diese einzigartige Möglichkeit nutzen wir für den intensiven Austausch mit Kunden, die Feinabstimmung von Systemen vor der Auslieferung und für die praxisnahe Erforschung neuer Technologien – auch im Sicherheitsbereich.“
Eine der wichtigen sicherheitstechnischen Entwicklungen, die im Siemens Airport Center zur Praxisreife gebracht wurden, ist ein neuartiger 3D-Gesichtsscanner zur Erfassung biometrischer Daten. Mit Hilfe eines farbigen Rasters registriert eine 3DKamera die individuellen biometrischen Merkmale eines Gesichtes. Diese Daten können später jederzeit zur schnellen und sicheren automatischen Identifizierung von Personen genutzt werden – wichtig etwa für Mitarbeiter von sicherheitsrelevanten Bereichen oder Vielflieger.
Darüber hinaus arbeiten die Ingenieure auch an der Optimierung des gesamten Check-in-Prozesses – durch die intelligente Kombination bewährter Technologien wie RFID, SMS und Fingerprint-Scanner. Ein erstes Zwischenergebnis kann man bereits heute als „Testpassagier“ in Bislohe live erleben: Beim Einchecken und Gepäckaufgeben registrieren Sie sich per Fingerabdruck und erhalten via SMS einen Strichcode als elektronische Bordkarte aufs Handy. Am Gate dient diese – gemeinsam mit Ihrem Fingerabdruck – der sicheren Authentifizierung. Sobald ein Merkmal nicht übereinstimmt, können Sie das Gate nicht passieren und die Auslieferung Ihres Koffers, dessen Beförderungstray mit einem RFID-Tag ausgerüstet ist, wird automatisch gestoppt. Ein kleines Beispiel, das zeigt, wie innovative Technologie aus der Wissenschaftsstadt Fürth die Zukunft unserer Mobilität bequemer und vor allem sicherer macht. |