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Sicherheit – in allen Facetten

Nur ein paar hundert Meter von UVEX entfernt trifft man auf einen weiteren Sicherheitsspezialisten: Funkwerk plettac electronic GmbH. Auch hier spielen Sehen und Optik eine entscheidende Rolle – allerdings in ihrer elektronischen Variante: Das aus der Firma Grundig hervorgegangene Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Systeme, die in Verkehrsbetrieben, Fahrzeugen und Gebäuden für Sicherheit sorgen.

Robust, zuverlässig, innovativ – die schnell schwenkbaren Kameras aus Fürth sorgen an wichtigen Verkehrsabschnitten für Sicherheit.

Foto: Funkwerk plettac

Den Schwerpunkt bilden Überwachungskameras, die z. B. in U-Bahnen, Tunnels, Flughäfen oder Bahnhöfen im Einsatz sind, meist unauffällig in einem Winkel versteckt. „Hier in der Region sind wir der Haus- und Hoflieferant für den U-Bahn-Betrieb der Stadt Fürth“, berichtet Gérard P. Monin, Managing Director bei Funkwerk plettac.

Gerade an Plätzen, an denen viele Personen zusammentreffen, wächst der Sicherheitsbedarf. „2006 haben wir bei den Olympischen Spielen in Turin das Equipment für den U-Bahn-Betrieb gestellt – eine große Aufgabe“, bemerkt Unternehmenssprecher Bruno Jentner. „Massenveranstaltungen sind Gefahrenherde und erfordern erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.“

Je nach Bedarf sind spezielle Kameratypen gefragt: In Fußballstadien etwa, wo es um das unmittelbare Auffinden von bedrohlichen Situationen geht, sind besonders schnell schwenkende Kameras im Einsatz. Bei Großereignissen kann außerdem als zusätzliche Sicherungsmaßnahme eine Sensorik zur Panikprognose sinnvoll sein. „Mit ihr lässt sich der Geräuschpegel von Personenansammlungen analysieren; die akustischen Signale geben uns Hinweise über einen eventuellen Panikausbruch, die anschließenden Videobilder dann Gewissheit.“

Wo es notwendig ist, kommen Kameras mit Infrarotlichtfunktion zum Einsatz, die auch bei Dunkelheit ‚sehen’. Oder Wärmebildkameras: „Mehrere Industrieareale in Nord-Afrika haben wir damit ausgestattet. Sie sollen Überhitzungen aufzeigen und so helfen, Explosionen zu verhindern.“ Eine andere Herausforderung stellt Kälte – die Extremverhältnisse in Russland etwa. Hierfür werden die Kamerasysteme für Temperaturen bis –50 °C gerüstet und mit einer speziellen Nanoschicht sowie einer Scheibenreinigung per Druckluft ausgestattet.

„H264“, sagt Jentner, auf aktuelle Herausforderungen angesprochen. H264? „Ja, das ist ein Kompressionsmodus im Bereich Video over IP. Wir forschen daran, Standard-IT-Netzwerke für die Übertragung von Kameraaufnahmen besser nutzbar zu machen.“ Die Herausforderung besteht darin, die Aufzeichnungen mehrerer Kameras ohne Qualitätsverlust gleichzeitig darstellen zu können. Dazu braucht es entweder eine sehr große Bandbreite, oder eben ein komprimiertes Datenformat, wie man es aus dem Audiobereich in Form von MP3-Daten kennt. „Aktuell legen Sie ein Standard-IT-Netzwerk mit fünf gleichzeitigen Kameraübertragungen lahm“, erläutert Jentner. „Ein eigenes Videonetzwerk oder neue Technologien sollen Performance- und Kostenvorteile bringen.“

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