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22.11.2021 - Soziales & Gesundheit

Bewegung kontra Demenz

GESTALT steht für GEhen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten und ist ein Bewegungsprogramm zur Demenzprävention. Es möchte Personen ab 60 Jahren, die bislang nur unzureichend körperlich aktiv sind und Risikofaktoren für eine demenzielle Erkrankung aufweisen, nachhaltig in Bewegung bringen und einen aktiven Lebensstil fördern.

Die Kleeblattstadt ist dabei Teil des Unter-Projekts GESTALT – Get 10, das den Transfer des Bewegungsprogramms in zehn bayerischen Kommunen begleitet. Die teilnehmenden Kommunen erhalten über rund drei Jahre eine umfangreiche finanzielle Förderung, fachliche Unterstützung, Austauschmöglichkeiten, ein Manual, kostenlose Schulungen und Workshops sowie eine Evaluation.

GESTALT

Projektleiterin Lena Welsch (v. li.) und Bürgermeister Markus Braun (v. re.) begrüßten zur Auftaktveranstaltung des GESTALT-Projekts Caroline Peters und Fabian Kittel (Behindertenrat), Christiane Schmidt (Seniorenbeauftragte), Richard Linz (Koordinator Stadtteilnetzwerke) und Julian Gutbrod (Leiter Sportservice) (hi. v. li.). Foto: Wunder

Grundlage ist die Annahme, dass ein aktiver Lebensstil Krankheiten vorbeugen sowie die Gesundheit bis ins hohe Alter erhalten und sich Bewegung somit auch positiv auf die Prävention einer Demenzerkrankung auswirken kann. An dieser Stelle setzt das Bewegungsprogramm GESTALT an, das sich diese Erkenntnisse zu Nutze gemacht hat. Während Faktoren wie etwa Alter, Geschlecht, genetische Disposition oder Vorerkrankungen nicht oder nur bedingt zu beeinflussen sind, bietet die Veränderung des eigenen Lebensstils vielversprechende Möglichkeiten der Einflussnahme: Suchtverhalten, Ernährung und Bewegung wurden in einschlägigen Studien als wichtige „Stellschrauben“ in Kampf gegen Demenzerkrankungen erkannt.

Vor diesem Hintergrund haben Forscherinnen und Forscher des Departments Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg das GESTALT-Programm entwickelt, das beim Einflussfaktor Bewegung ansetzt, um gesundheitsförderliche Effekte zu erzielen.

Konkret bedeutet dies, dass regelmäßig ein niedrigschwelliges Bewegungsprogramm in einem zeitlichen Umfang von 20 Stunden angeboten wird, wobei die Teilnehmenden auch aktiv in die Gestaltung eingebunden werden sollen. Das Programm wird dabei kontinuierlich durch die FAU begleitet. Ziel ist es, anhaltende Lust an der Bewegung zu vermitteln, die so veränderten Verhaltensmuster nachhaltig in den Alltag zu transferieren und gesundheits- und bewegungsfreundliche Strukturen zu fördern und zu verankern.

In Fürth hat Lena Welsch die Federführung übernommen. „Bei dem Projekt soll es aber nicht nur um ein Programm gehen, dass ,lediglich‘ eine Kursreihe anbietet“, erklärt sie. Das Thema des Nachhaltigkeitseffekts für die Teilnehmenden und die gesamte Kommune solle ebenso im Fokus stehen. Ziel sei, dass auf kommunaler Ebene eine integrative Zusammenarbeit verschiedener Akteure stattfindet. Die nötige kooperative Planungsgruppe, die sich regelmäßig treffen soll und das Projekt für die Stadt Fürth so begleitet, dass ein bestmögliches Ergebnis herauskommt, setzt sich aus Mitgliedern des Senioren- und Behindertenrats, der Volkshochschule, der Stadtteilnetzwerke, der Seniorenbeauftragten, Apotheken und vielen mehr zusammen.

Weitere Infos unter gestalt-kompetenzzentrum.de.

Die Förderung des Projekts erfolgt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit (www.gkv-buendnis.de).
 

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