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19.8.2022 - Kinder, Jugend, Schulen

Fürth will weiter Brücken bauen

Mit dem Programm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesfamilienministerium niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten. Vermittelt werden erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und Informationen für die Familien, zum Beispiel über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland. Davon profitieren in Fürth auch Mädchen und Jungen, die aus der Ukraine geflohen sind. In Mobilen Kitas – aktuell im ehemaligen Saturn-Gebäude und im Stadtparkhort unweit des Hostels, in dem viele ukrainische Familien untergebracht sind – werden derzeit die Kleinen betreut, für Eltern gibt es  Beratungsmöglichkeiten etwa zum Thema Wohnungssuche.

Mobile Kitas

Bürgermeister Markus Braun setzt sich für die Fortsetzung des Projekts ein und fordert die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat. Foto: Gaßner

Ein Angebot, das bestens angenommen und ausgebaut wird. So geht im Herbst in der Südstadt eine weitere mobile Kita an den Start, um auch den Flüchtlingen aus anderen Herkunftsländern die Chance zu geben, einen Einblick in die Kindertagesbetreuung und frühkindliche Bildung zu erhalten.

Finanziert wird das Programm zum einen aus Bundesmitteln, allerdings konnte das Angebot der Mobilen Kita dank der finanziellen Beteiligung der Stiftung Kinderförderung von Playmobil ausgebaut werden. Doch nun steht das Projekt auf der Kippe. Denn der Bund wird das Programm über den 31. Dezember 2022 hinaus nicht weiter fördern. Stattdessen sollen die finanziellen Zuwendungen an die Länder erhöht werden. Wie es im Freistaat weitergeht, lässt die Landesregierung jedoch weiterhin offen.

Ein Unding für Bürgermeister Markus Braun. „Nach wie vor kommen geflüchtete Menschen nach Deutschland und Fachkräfte aus dem Ausland werden angeworben. In solchen Zeiten gerade die Integration in Institutionen frühkindlicher Bildung sowie die Sprachförderung nicht auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen und Kommunen, Trägern und Beschäftigten keinerlei Planungssicherheit zu geben, ist schlicht unbegreiflich." Der Freistaat müsse sich positionieren und die entsprechenden Richtlinien auf den Weg bringen, um Integration gelingen zu lassen und Bildungschancen für die Kinder aus dem Ausland stammender Eltern zu verbessern.

Auch Tobias Thiem, beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zuständig für die Kindertageseinrichtungen sieht den Zeitpunkt der Beendigung kritisch: „Die Koordinatorin ist eingearbeitet, die Mobilen Kitas erfahren Zulauf, das Personal zur Betreuung ist gefunden, die Eltern öffnen sich und suchen Rat, allerdings würde ein Einstellen aller finanzieller Unterstützung derartige Programme massiv gefährden, da die Kommunen diese in der Regel nicht alleine stemmen könnten.“

Auch Anna Zharko, „Kita-Einstieg“-Koordinatorin bei der Stadt und Andrea Möhringer von der Playmobilstiftung hoffen, dass die Mobilen Kitas weiterhin zum Einsatz kommen. „Der Bedarf solch eines Angebots ist sehr groß“. Denn viele Familien – gerade mit Flüchtlingshintergrund seien noch nicht bereit, ihre teils traumatisierten Kinder in die Obhut einer regulären Kita zu geben.

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