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8.9.2021 - Kinder, Jugend, Schulen

Informationen für ein neues Schuljahr in Präsenz

Seit eineinhalb Jahren prägt ein Thema den Schulalltag: Die Corona-Pandemie. Maskenpflicht, Schnelltests, Quarantäne und Homeschooling sind nur einige Stichworte, die zuvor nicht zum Wortschatz gehörten. Mit Beginn des neuen Schuljahres soll so etwas wie Normalität in das Schulleben zurückkehren, Präsenzunterricht und gemeinsames Lernen wieder im Mittelpunkt stehen. Darin sind sich die Stadt als sogenannter Sachaufwandsträger und das staatliche Schulamt einig, wie Bürgermeister Markus Braun und Schulamtsdirektor Wilfried Brehm bei einem Pressetermin in der Grundschule Soldnerstraße betonten.

Steigende Schülerzahlen, vermehrter Platzmangel. Davon weiß auch Schulleiterin Brigitte Löffler von der Grundschule Soldnerstraße ein Lied zu singen. Die Stadt baut nun ein ehemaliges Gemeindehaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Zusatzgebäude für die Schule um, worüber sich auch Bürgermeister Markus Braun und Schulamtsdirek-tor Wilfried Brehm freuen. Foto: Wunder 

Der Treffpunkt für den Termin war wohl gewählt. Denn insgesamt 1129 ABC-Schützen starteten in Fürth mit dem neuen Schuljahr in einen neuen Lebensabschnitt – so viele wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren, obschon zum sechsten Mal in Folge die 1000er-Marke überschritten wurde. Der kontinuierliche Anstieg der Schülerzahlen bedeutet aber auch, dass viele Schulen an ihre räumlichen Grenzen geraten. Oft sind Container eine Zwischenlösung. Brigitte Löffler, Schulleiterin der Grundschule Soldnerstraße, freut sich daher, dass die Stadt derzeit ein angrenzendes ehemaliges Gemeindehaus zu einem Zusatzgebäude für die Schule umbaut. Kostenpunkt: drei Millionen Euro.

"Überdies müssen wir im Zuge der Ganztagesschulentwicklung mittelfristig auch zusätzliche Mensakapazitäten in der Fürther Südstadt (Zentralmensa) und an weiteren Standorten schaffen, um den steigenden Schülerzahlen und der enormen Nachfrage nach dem Ausbau der Ganztagesschule auch räumlich schritthalten zu können", fordert Braun. Aktuell wird die Generalsanierung der Turnhalle des Hardenberg-Gymnasiums (insgesamt über 2,6 Millionen Euro) fertiggestellt und auch der Neubau der Dreifach-Turnhalle an der Grundschule Seeackerstraße ist unmittelbar vor dem Start (zirka 13 Millionen Euro).

Gleichzeitig werden die Arbeiten für die Großprojekte Helene-Lange-Gymnasium am Tannenplatz und Neubau Heinrich-Schliemann-Gymnasium (insgesamt über 160 Millionen Euro) weiterentwickelt – laut Braun eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Zudem müssten zeitgleich auch die Planungen für die Erweiterungen an den Grundschulen Hans-Sachs-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Burgfarrnbach, Maistraße, Adalbert-Stifter-Schule und in der Südstadt vorangetrieben werden. 

Neben den Investitionen in Gebäuden werde aber vor allem auch für die Bildung und Betreuung der jungen Menschen selbst viel Geld bereitgestellt, wie Braun betonte. Dank gemeinsamer Anstrengungen der Schulen, des Schulverwaltungs- und des Jugendamtes gelinge es auch in diesem Jahr wieder, möglichst allen Kindern mit entsprechendem Bedarf einen Platz anbieten zu können.

"Mit insgesamt 4464 Plätzen gibt es hier im kommenden Schuljahr weiterhin eine enorme Nachfrage", so Braun. Zudem werde es neben dem Angebot des "Bündnis für Familien" auch weiterhin Ferienbetreuungsmöglichkeiten an Grundschulen geben. An insgesamt elf Standorten in 17 Gruppen werden hier über 350 Schülerinnen und Schüler über acht Ferienwochen betreut und mit einem guten pädagogi-schen Angebot versorgt.

Stichwort Ganztagesschulen: Im aktuellen Schuljahr gibt es an allen acht Mittelschulen, an beiden Förderzentren, an beiden Realschulen, an allen Gymnasien und an nahezu allen Grundschulen Angebote der offenen und gebundenen Ganztagesschule. Stadtweit besuchen damit 3117 Kinder und Jugendliche in insgesamt 177 Klassen bzw. Gruppen Ganztagesschulen. 
"Allerdings droht die soziale Schere in unserem Bildungssystem angesichts der aktuellen coronabedingten Herausforderungen weiter auseinander zu gehen", befürchtet Braun, "es muss daher intensiv daran gearbeitet werden, Bildung und Teilhabe auch in Ausnahmesituationen für alle sicherzustellen und die durch die Pandemie entstandenen Defizite aufzuarbeiten." Um dies zu erreichen, wurden fast 2000 digitale Endgeräte an bedürftige Schüler entliehen, damit die Erreichbarkeit aller Kinder und Jugendlichen auch im "Homeschooling" sichergestellt ist.
In Zusammenarbeit mit der Gebäudewirtschaft der Stadt Fürth, infra gmbh und KommunalBIT (AöR) werden derzeit die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit alle Schulen und Bildungseinrichtungen nicht nur mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden, sondern auch die Ausstattung der "Digitalen Klassenzimmer" weiter voranschreitet. 

"Wir hoffen, mit diesem besonderen Engagement im Schulbereich im neuen Schuljahr wieder bessere Bildungs- und damit auch Lebenschancen für junge Menschen in unserer Stadt zu schaffen", resümierte Bürgermeister Braun, "wir haben durch die Pandemie den Familien, Kindern und Jugendlichen im zurückliegenden Jahr extrem viel zumuten müssen – so etwas darf sich keinesfalls wiederholen." Im neuen Schuljahr sei man unter anderem durch Pool-Tests in den Grundschulen, Hygienekonzepte und technische Möglichkeiten wie Luftfilter-Anlagen – trotz aller Unwägbarkeiten – gut gerüstet. Und vor allem wolle man den über Zwölfjährigen Impfangebote direkt an den Schulen machen, gegebenenfalls auch für ihre Familienangehörigen. "Wir gehen mit einer gewissen Zuversicht in das neue Schuljahr" bekräftigten Braun und Brehm unisono, "aber nicht naiv und sorgenfrei, aber mit der Gewissheit, dass wir besser vorbereitet sind." 
 

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