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Veranstaltungen im Hof des Kulturforums

Steffen Kopetzky: Monschau, Foto: Marc Reimann

Foto: Marc Reimann

Steffen Kopetzky
Monschau

Ganz genau. Aber immerhin: Die Landesregierung hat mir versichert, dass wir alle Unterstützung kriegen werden. Die haben offenbar eingesehen, welche Fehler gemacht worden sind. Wir können die Sache noch entschärfen. Da bin ich sicher. Aber wir müssen allem nachgehen. Es wird strenge Isolation und Quarantäne geben. Wir müssen jetzt am Anfang ganz genau arbeiten, Nikos. Die ersten Tage sind im Umgang mit einer Epidemie die wichtigsten. Die entscheidenden.
Steffen Kopetzky, Monschau, © Rowohlt Verlag, Berlin 2021

Im Jahr 1962, als das nukleare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, als in Algier und Paris Bomben explodieren, bricht im Wirtschaftswunder-Deutschland der junge Mediziner Nikolaos Spyridakis in die Eifel auf. Im Kreis Monschau sind die Pocken ausgebrochen, hochansteckend und lebensgefährlich.

Der Autor Steffen Kopetzky erzählt von einer Liebe im Ausnahmezustand, von der jungen, vom rasanten Wirtschaftswachstum geprägten Bundesrepublik und verwandelt ein Kapitel deutscher Geschichte in packende Literatur. Nebenbei beweist er sein Gespür für den richtigen Stoff zur richtigen Zeit!Steffen Kopetzky, geboren 1971, lebt mit seiner Familie in Pfaffenhofen an der Ilm. Er schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele und Theaterstücke. Sein Roman »Risiko« (2015) stand auf der »Spiegel«-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der »Spiegel«-Bestseller »Propaganda« (2019) für den Bayerischen Buchpreis. Von 2002 bis 2008 war Kopetzky künstlerischer Leiter der Theater-Biennale Bonn.

Die Lesung wird moderiert von Dirk Kruse, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk.

Donnerstag, 17. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

 
Geflüchtete lesen eigene Texte, Foto: Michael Loskill

Foto: Michael Loskill / Kulturamt

Geflüchtete lesen eigene Texte
"Wege entstehen beim Gehen"

»Wege entstehen beim Gehen« ist der Titel des vierten Buches, das bei einem Schreibprojekt mit Migrant:innen im Rahmen der Arbeit des Freiwilligen-Zentrums Fürth entstanden ist. Trotz der schwierigen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie haben die 32 Autor:innen mit 14 verschiedenen Muttersprachen ihre eigenen Geschichten auf Deutsch aufgeschrieben. Die für den 20. November 2020 vorbereitete Buchpräsentation musste leider wenige Tage zuvor wegen des Corona-Lockdowns abgesagt werden.

So ist die Teilnahme am Fürther Festival LESEN! die erste Gelegenheit, bei der die Autorinnen und Autoren ihre neuen Texte dem Publikum präsentieren können.

Freitag, 18. Juni, 17 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Eintritt frei
Veranstalter: Freiwilligen-Zentrum Fürth

Raphaela Edelbauer: Dave, Foto: Victoria Herbig

Foto: Victoria Herbig

Raphaela Edelbauer
Dave

Wer das Menschliche um jeden Preis erhalten will, geht einem viel grundsätzlicheren Missverständnis auf den Leim: Der Computer ist nicht nur menschlich – er ist das Beste am Menschen, das Gipfeln seiner vernünftigen Intelligenz. Die Maschine ist so inhärent human, wie es eine Violinensonate ist oder Leonardo Da Vincis Skizzen seiner Flugmaschinen.
Raphaela Edelbauer, Dave, © Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 2021

Was braucht es, um eine Maschine mit menschlichem Bewusstsein auszustatten? Den Programmierer Syz interessiert nichts so sehr wie die Beantwortung dieser Frage. Doch als er hinter die Kulissen des Labors blickt, gerät sein bedingungsloser Glaube an die Technik ins Wanken. Welchem Zweck dient DAVE wirklich und wer wird von ihm profitieren?
Ein irrwitziger Roman, philosophisch mit popkulturellen Anklängen, über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Künstlichen Intelligenz.

Raphaela Edelbauer lebt in Wien. Sie studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Mit ihrem Roman »Das flüssige Land« stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Österreichischen Buchpreises.

Die Lesung wird moderiert von Dirk Kruse, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk.

Freitag, 18. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

#systemrelevant - Die Jahreslesung des Verbandes der SchriftstellerInnen Mittelfranken

Von links oben nach rechts unten: Philip Krömer(Foto: Silviu Guiman), Gerd Scherm (Foto: Thomas Wirth), Manfred Schwab (Foto: Manfred Schwab), Pauline Füg (Foto: Pierre Jarawan), Leonhard F. Seidl (Foto: Kathrin Heim), Yvonne Richter (Foto: Yvonne Richter)

#systemrelevant
Die Jahreslesung des Verbandes der Schriftsteller:innen Mittelfranken

Literatur ist systemrelevant! Im Rahmen der Jahreslesung des VS Mittelfranken stellen fünf mittelfränkische Autor:innen ihre aktuellen Veröffentlichungen vor und geben Einblick in ihr literarisches Schaffen. Leonhard F. Seidl führt durch den kurzweiligen Nachmittag und klärt mit den Autor:innen die Fragen: Brauchen wir Künstler:innen, um die aktuelle Zeit zu dokumentieren? Was ist eigentlich dieses System? Und wie sehr fehlt das Live-Erlebnis, der Austausch? Was macht die Literatur in der Corona-Krise?


Mit dabei sind:
Pauline Füg (Lyrikerin, »die abschaffung des ponys« stellwerck Verlag, Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern 2020, 2. Vorsitzende des VS Mittelfranken), Yvonne Richter (Beisitzerin im Vorstand des VS, Mitglied der Bücherfrauen, »Casting - Spiel ums Leben« Fabulus Verlag), Gerd Scherm (»Der Templer und die Katarre« Salier Verlag, Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2006, Award of Excellence für »Traditionelle Druckkunst« 2020), Manfred Schwab (»Mit Haut und Harfe« Geest Verlag, Nürnberger Meistersinger-Brief 2007, Literaturpreis des Kulturforum Franken 2008) und Philip Krömer („Ein Vogel ist er nicht. Neue Umschreibungen“ Topalian&MIlani Verlag, Kulturpreis der Stadt Nürnberg 2020, Gründer des homunculus Verlags)

Durch den Abend führt: Leonhard F. Seidl (»Der falsche Schah« Volk Verlag, Vorsitzender des VS Mittelfranken)

Samstag, 19. Juni, 16 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 5 Euro (keine Ermäßigung)
Veranstalter: Schriftsteller:innen-Verband in ver.di Regionalgruppe Mittelfranken in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Fürth.

Nicole Diekmann: Die Shitstorm-Republik, Foto: Anne Hufnagl

Foto: Anne Hufnagl

Nicole Diekmann
Die Shitstorm-Republik

Wie Hass im Netz entsteht und was wir dagegen tun können

Wer mit Fachleuten spricht, hört immer wieder einen niederschmetternden Satz: Es sei nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Anschlag auf eine:n Politiker:in verübt würde. Die Stimmung in den Netzwerken sei weiterhin derart aufgeheizt, dass daran kein Zweifel bestehe. Aufklärung tut not. Deshalb dieses Buch.
Nicole Diekmann, Die Shitstorm-Republik, © KiWi Verlag, Köln 2021

Seit dem kaltblütigen Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke im Sommer 2019 ist klar: Die sozialen Netzwerke sind gefährlich. Hass und Hetze von dort schwappen längst über in unseren Alltag. Wer steckt hinter den Kampagnen? Wie werden sie inszeniert? Welche Ziele sollen damit erreicht werden? Und was muss getan werden, damit Einschüchterung und Gewalt keine Chance haben? Nicole Diekmann zeigt in ihrem Buch, wie Politik und Journalismus dazu beigetragen haben, dass Facebook, Twitter & Co, kaum etwas gegen den Mob unternehmen, der das Netz mit Hass flutet. Sie schildert, wie sich ein Shitstorm am eigenen Leib anfühlt, warum die Öffentlichkeit die Netzwerke unterschätzt, wie die Tech-Riesen Profit daraus schlagen – und welche Wege aus diesem riskanten Dilemma herausführen.

Nicole Diekmann studierte Politik, Sozialwissenschaften und Geschichte in Hamburg und Münster und besuchte im Anschluss die deutsche Journalistenschule in München. Sie ist Hauptstadtkorrespondentin des ZDF und Kolumnistin bei t-online.

Die Lesung wird moderiert von Katharina Erlenwein, freie Journalistin.

Samstag, 19. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Sharon Dodua Otoo: Adas Raum, Foto: Ralf Steinberger

Foto: Ralf Steinberger

Sharon Dodua Otoo
Adas Raum

Se wo were fi na wosan kofa a yennkyi Sankofa, Adinkra Symbolsprache der Asante

Kehr‘ um und hole es dir! Es ist nicht verboten umzukehren, um zu holen, was du vergessen hast. Lerne aus deiner Vergangenheit.
Sharon Dodua Otoo, Adas Raum, © S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2021

»Adas Raum« verwebt die Lebensgeschichten vieler Frauen zu einer Reise durch die Jahrhunderte und über Kontinente. Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Mit einer bildreichen Sprache und unendlicher Imagination, mit Empathie und Humor zeichnet die Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo in ihrem ersten Roman ein überraschendes Bild davon, was es bedeutet, Frau zu sein.

Sharon Dodua Otoo wurde 1972 in London geboren. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe ›Witnessed‹ (edition assemblage). Mit dem Text »Herr Gröttrup setzt sich hin« gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur, die im Verlag Heyn erschien. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Phoenix e.V.. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Die Lesung wird moderiert von Dirk Kruse, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk.

Sonntag, 20. Juni, 18 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Felix Kucher: Sie haben mich nicht gekriegt, Foto: Paul Feuersänger

Foto: Paul Feuersänger

Felix Kucher
Sie haben mich nicht gekriegt

Schon nach einer Stunde hat sie sich damals eingestehen müssen, dass sie für die Stadt nichts mehr empfand. Fürth war nicht mehr Fürth. Wie durch ein Wunder standen zwar noch alle Gebäude, während von Nürnberg nur noch Ruinen übrig waren, aber was hatte sie mit den Menschen, die diese Häuser bewohnten, noch zu schaffen? Alle Juden waren weg. Die Leute, die die Schaufenster beschmiert und eingeschlagen hatten, waren noch da.
Felix Kucher, Sie haben mich nicht gekriegt, © Picus Verlag, Wien 2021

Eine Buchhändlerin wider Willen und eine Revolutionärin aus guten Gründen: Souverän verknüpft Felix Kucher die sehr unterschiedlichen Lebenswege  zweier Frauen, die jede auf ihre Art dem Faschismus überzeugend entgegentreten. Welcher Lebensentwurf ist geglückter? Die Revolution zwischen Buchdeckeln oder die mit dem Einsatz von Leib und Leben?

Felix Kucher, geboren 1965 in Klagenfurt, studierte Klassische Philologie, Theologie und Philosophie in Graz, Bologna und Klagenfurt. Er lebt und arbeitet in Klagenfurt und Wien. Im Picus Verlag erschienen seine Romane »Malcontenta« und »Kamnik« (2018).

Die Lesung wird moderiert  von Daniela Eisenstein, Museumsleiterin Jüdisches Museum Franken – Fürth, Schnaittach & Schwabach 

Dienstag, 22. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Fürth in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Franken

Livestream: Sollte die Lesung coronabedingt nicht analog im Kulturforum stattfinden können, wird sie kostenfrei live gestreamt. Der Link ist in der rechten Spalte dieser Seite hinterlegt.
 

Wolf Harlander: 42 Grad, Foto: privat

Foto: privat

Wolf Harlander
42 Grad

Dabei war Wasser ein zentrales Element der Natur. So einfach und doch so komplex, scheinbar wertlos und doch die Basis allen Lebens, seine wichtigste Vorbedingung, der Schlüssel zur menschlichen Existenz. Und ein Rohstoff, der immer wichtiger wurde.
Wolf Harlander, 42 Grad, © Rowohlt Verlag, Hamburg 2020

Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen.
Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen …

Wolf Harlanders Pageturner erschien im Sommer letzten Jahres. Die Filmrechte sind bereits vergeben. Zur Zeit schreibt er den nächsten Thriller »Systemfehler«, der im Juli 2021 veröffentlicht wird.

Wolf Harlander, geboren 1958 in Nürnberg, studierte Journalistik, Politik und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule arbeitete er für Tageszeitungen, Radio, Fernsehen und als Redakteur der Wirtschaftsmagazine Capital und Wirtschaftswoche. Er lebt heute als Autor in München.

Die Lesung wird moderiert von Dirk Kruse, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk.

Donnerstag, 23. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Anselm Oelze: Die Grenzen des Glücks, Foto: Iona Dutz

Foto: Iona Dutz

Anselm Oelze
Die Grenzen des Glücks

Denn wer diese Szenerie unter der prallen Mittagssonne beobachtet, wer all die Menschen, die Kinder und ihre Eltern sieht, fragt sich unweigerlich, wie so etwas in Europa möglich sein kann.
Anselm Oelze, Die Grenzen des Glücks, © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt/Main 2021

Im September 2020 brennt auf der griechischen Insel Lesbos Moria nieder, das größte Flüchtlingslager Europas. Wenige Wochen später erlebt der Autor Anselm Oelze vor Ort eine Insel, auf der der Ausnahmezustand zur Regel geworden ist. Er erlangt Zutritt zu dem in Windeseile errichteten neuen Camp Kara Tepe und kann mit Menschen sprechen, die dort leben müssen. Er denkt über seine Rolle als Beobachter und die eigene Wahrnehmung des Geschehens nach. Sein Bericht ist eine eindringliche literarische Reportage und hellsichtige Reflexion über lieb gewordene Selbstverständlichkeiten, über die eigene Verantwortung, die Macht der Grenzen und die Zufälligkeit des Glücks.

Anselm Oelze, geboren 1986 in Erfurt, studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Philosophical Theology in Freiburg und Oxford. Nach seiner Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin forschte und lehrte er an der Universität Helsinki und an der LMU München. 2019 erschien sein  Debütroman »Wallace«, mit dem er für den Debütpreis der lit.COLOGNE nominiert war. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Leipzig. 

Die Lesung wird moderiert von Johannes Alles von den Nürnberger Nachrichten.

Donnerstag, 24. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Clara Louise und Band, Foto: Anna Lohninger

Foto: Anna Lohninger

Clara Louise & Band
Musik & Poesie

Heimat in dir
Eines Tages findest du die Heimat,
nach der du dich sehnst,
und du wirst erstaunt sein,
wo du sie findest.
Clara Louise, Golden, © Loud Media & Awareness GmbH, Salzburg 2021

Clara Louise ist eine der bekanntesten deutschen Lyrikerinnen und hat allein auf Instagram über 200.000 Follower, die sich von den Zeilen ihrer Gedichtbände – allesamt Bestseller – verzaubern lassen. Ihr neuester Gedichtband »Golden – Vom Funkeln des Lebens« (LOUD) inspiriert dazu, das Leben zu leben, das wir uns wünschen – ein goldenes, selbstbestimmtes, wahres Leben. Vor allem in Zeiten der weltweiten Pandemie ebnet die Autorin mit ihrem Buch einen hilfreichen Weg zu sich selbst. Ihr Credo: Sich von alten Mustern zu befreien, um ein glücklicheres und gesünderes Leben zu führen. Nach Fürth kommt sie als Lyrikerin aber auch als Singer-Songwriterin: Zusammen mit ihrer dreiköpfigen Band verbindet sie Musik und Poesie und verbreitet eine private und positive Stimmung.

Clara Louise wurde 1992 in Lahnstein, Deutschland geboren. Mit 16 Jahren beendete sie das Gymnasium und zog der Liebe wegen nach Salzburg. Als Singer-Songwriterin veröffentlichte sie ihr erstes deutschsprachiges Album bereits 2015, drei Jahre später erscheint ihr erster Gedichtband »Von verlassenen Träumen & einem leichteren Morgen«. Im Herbst 2020 kam ihr viertes Album »Verbunden« heraus, auf dem neben Liedern im Singer-Songwriter-Stil auch vertonte Gedichte zu hören sind.

Samstag, 26. Juni, 20 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 20 Euro (ermäßigt 15 Euro)

Lisa Krusche: Unsere anarchistischen Herzen, Foto: Charlotte Krusche

Foto: Charlotte Krusche

Lisa Krusche
Unsere anarchistischen Herzen

"Ich gehe rein", sage ich. Ich stehe auf, pule mir ein paar Halme von den Oberschenkeln und schnipse sie auf den Boden. Alles ist sehr seltsam. Als ich den nackten Papa durch Charlottenburg verfolgt habe, dachte ich, das sei der Höhepunkt des Irrsinns. Ein Peak, nach dem sich wieder Ruhe einstellt. Wie sich herausstellt, war das erst der Anfang. Wie sich herausstellt, geht es noch viel weiter nach unten. Ich denke an Sartre. Dass er vollkommen unspezifisch war. Die Hölle, das sind nicht einfach die anderen. Die Hölle, das sind die Eltern.
Lisa Krusche, Unsere anarchistischen Herzen, © S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021

In ihrem Debütroman erzählt Lisa Krusche von den Zumutungen des gegenwärtigen Lebens. Wie soll man rebellieren, wenn sich alles schon verloren anfühlt? Was einem bleibt, ist die Freundschaft. Und die wird zwischen den beiden jungen Frauen Charles und Gwen zur explosiven Kraft. Charles muss mit ihren Post-Hippie-Eltern aufs Land ziehen und will da unter keinen Umständen hin. Gwen wohnt ganz in der Nähe und führt dort unbemerkt ein wildes, schmutziges Leben, um dem Wohlstand ihrer Eltern zu entkommen. Das Geld, das sie den Jungs aus der Tasche zieht, während sie mit ihnen schläft, spendet sie…

Lisa Krusche, geboren 1990, lebt in Braunschweig. Sie studierte Kunstwissenschaften an der HBK Braunschweig, veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erhielt sie den Edit Radio Essaypreis und 2020 den Hans-im-Glück-Preis und den Deutschlandfunk-Preis bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Die Lesung wird moderiert von Dr. Frauke Bayer, Literaturwissenschaftlerin.

Sonntag 27. Juni, 18 Uhr
Open-Air im Kulturforum Fürth, Würzburger Straße 2
Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)

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