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2.12.2020 - Kinder, Jugend, Schulen

Neuer Bildungsbericht für die Kleeblattstadt

Nach 2016 und 2018 hat das Bildungsbüro der Stadt Fürth nun den dritten kommunalen Bildungsbericht veröffentlicht, der unter "Downloads" im rechten Bereich dieser Seite angesehen und heruntergeladen werden kann. In insgesamt neun Kapiteln wird das Lernen von Fürther Bürgerinnen und Bürgern im Verlauf des Lebens dargestellt und analysiert. Von der frühkindlichen Bildung über die Schulen, berufsbezogene Bildung bis hin zur non-formalen Bildung und dem Querschnittsthema "Inklusion" hat das Redaktionsteam abermals Daten zusammengetragen, die Aufschlüsse über Stärken und Schwächen der Fürther Bildungslandschaft erlauben, zum Beispiel hinsichtlich Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.

Veit Bronnenmeyer, Kora Maresch-Kern vom städtischen Bildungsbüro und Bürgermeister Markus Braun (v. li.) haben den aktuellen Bildungsbericht samt Corona-Extra-Beilage vorgestellt. Foto: Wunder

Im Vergleich zu 2018 kommen etwa weniger Schülerinnen und Schüler aus Haushalten, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Jedoch hat sich die Zahl derer, die schon in der Grundschule eine Klasse wiederholen müssen, mehr als verdoppelt. Aus dieser Analyse würden Handlungsempfehlungen an Bildungsverantwortliche und Politik abgeleitet, erklärten Projektleiter Veit Bronnenmeyer und seinen Kollegin Kora Maresch-Kern bei der offiziellen Vorstellung des Berichts.

Einen Schwerpunkt legte das Redaktionsteam in diesem Jahr auf die Bildungssituation von neu Zugewanderten. Fünf Jahre nach der großen Flüchtlingswelle von 2015 seien nun erste Ergebnisse zur Frage der Integration durch Bildung verfügbar, erklärte Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun. Dabei habe man auch die kontinuierliche Zuwanderung aus anderen EU-Staaten im Blick. "Fast 60 Prozent der sechs- bis 15-jährigen Schüler in Fürth haben zum Beispiel mittlerweile einen Migrationshintergrund", so Braun.

Der neue Bildungsbericht gibt einen Überblick zu speziellen Angeboten und ermöglicht Schlussfolgerungen über deren Wirksamkeit und weitere Bedarfe.

Aufgrund der besonderen Situation im Frühjahr 2020 haben sich Bronnenmeyer und sein Team entschieden, die ursprünglich für Mai geplante Veröffentlichung auf November zu verschieben. In dieser Zeit erarbeitete das Bildungsbüro eine Extra-Beilage (ebenfalls rechts unter "Downloads"), die mögliche Auswirkungen der Schließungen von Bildungseinrichtungen untersucht. So wurde unter anderem eine Online-Befragung bei Fürther Kita-Leitungen und Interviews mit Schulleitungen durchgeführt. Auch Erfahrungen von Elternbeiräten, Schülersprecherinnen und –sprechern, Anbietern von kultureller, Familien- und Erwachsenenbildung wurden einbezogen.

Das Fazit: "Corona wirkt sich wie ein Brandbeschleuniger aus und verstärkt existierende Probleme", so Maresch-Kern. Dort, wo eine gute Infrastruktur vorhanden sei und die Rahmenbedingungen für mehr Chancengerechtigkeit geschaffen wurden, komme man auch mit weniger Verlusten durch die Krise.

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