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19.6.2013 - Kinder, Jugend, Schulen

Neuer Kindergarten eröffnet

Während in ganz Deutschland Kindergärten ihre Pforten schließen müssen, ticken die Uhren in der Kleeblattstadt anders: Oberbürgermeister Thomas Jung freute sich über die erste offizielle Kindergarten-Neueröffnung seit neun Jahren: Im ehemaligen Schulgebäude im Zehentweg 5 ist seit Mai die städtische Kindertagesstätte „Pfiffikus“ in Betrieb.

Seit Mai hat der städtische Kindergarten Pfiffikus seine Pforten geöffnet. Die Mädchen und Jungen fühlen sich im ehemaligen Schulhaus in Burgfarrnbach sichtlich wohl. Foto: Wunder

Seit Mai hat der städtische Kindergarten „Pfiffikus“ seine Pforten geöffnet. Die Mädchen und Jungen fühlen sich im ehemaligen Schulhaus in Burgfarrnbach sichtlich wohl. Foto: Wunder

Die Besonderheit der von Angie Lask geführten zweigruppigen Einrichtung: Hier werden all jene Mädchen und Buben aufgefangen, die in ihren Stadtteilen keinen Platz mehr bekommen haben.

„Das bedeutet, dass wir wohl einen höheren Wechsel haben werden, denn sobald ein Platz in Wohnortnähe frei wird, werden die Eltern ihre Sprösslinge dorthin ummelden“, weiß Lask. Mit derzeit zwei, ab September drei Mitarbeiterinnen sieht sie ihre Arbeitsschwerpunkte daher hauptsächlich in der Eingewöhnung und in der Sprachförderung. Derzeit betreut sie mit ihrem Team zwölf Mädchen und Jungen, Ende Juli werden es 22, zum Jahresende 50 sein. „Es war ein Glücksfall“, so der OB, „dass die Räume hier in der alten Schule frei waren und wir so sehr schnell reagieren konnten.“ Es mussten zwar eine Fluchttreppe am Gebäude angebracht und Böden erneuert werden, doch die gesamte Einrichtung ist „second hand“. Lask: „In den andere Einrichtungen haben wir angefragt, was sie entbehren und uns abgeben könnten.“

Zwei Trends, so der Rathauschef, seien für den steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen verantwortlich. Zum einen der weiterhin ungebremste Wachstumskurs der Kleeblattstadt. Die Bevölkerungszahlen stiegen im vergangenen Jahr von 116 317 (Dezember 2011) um 1818 auf 118 278 (Dezember 2012). „Unter den Neu-Fürthern waren allein 60 bis 70 Mädchen und Jungen im Kindergartenalter“, ergänzt  Sozialreferentin Elisabeth Reichert. Zum anderen konnte die Stadt auch bei den Geburten – im Gegensatz zum bundesdeutschen Trend – einen sehr erfreulichen Zuwachs verzeichnen: 2012 kamen 1928 Babys – und damit potenzielle Kindergartenkinder – mehr als 2011 in Fürth auf die Welt. Ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jung zufolge werden in den nächsten ein, zwei Jahren vier weitere Einrichtungen verschiedener Träger öffnen: auf dem ehemaligen Tucher-Gelände, in der Uferstadt, in der Angerstraße und am Reichsbodenfeld. „Wo es möglich ist“, ergänzt Reichert, „werden gleich Krippen angeschlossen.“ Acht davon sollen laut Jung bis Ende des Jahres noch eröffnet werden. Dann würden Betreuungsplätze für rund 40 Prozent der Kinder unter drei Jahren  (in Krippen, bei Tagesmüttern und in Kindergärten, die schon Zweijährige aufnehmen) zur Verfügung stehen. Hintergrund: Eltern von ein- und zweijährigen Kindern haben ab August einen Rechtsanspruch auf Betreuung.

Auf 20 Millionen Euro schätzt der OB die Summe, die die verschiedenen Träger 2013 und 2014 für den Bau von Krippen und Kindergärten noch in die Hand nehmen müssen. Er hofft, dass spätestens 2016, möglichst noch 2015 alle Neubauten fertig sind. „Dann müssen wir uns verstärkt um Sanierungen kümmern“, sagt er. „Viele Kindergärten sind in die Jahre gekommen.“

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