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13.6.2014 - Kunst & Kultur

"Das hätte Urs Widmer gefallen"

Fürther Literaturfans hatten bereits im Mai das Vergnügen gehabt, Textpassagen aus Urs Widmers Autobiographie „Reise an den Rand des Universums“ zu hören. Vorgetragen von Hörbuchsprecher Christoph Grube bekam das Publikum einen Einblick in das erzählerische Werk des Schweizer Autors, der seine Leserschaft über Jahrzehnte hinweg begeisterte.

Stellvertretend für Urs Widmers Witwe May nahm Ruth Geiger Urkunde und Preisgeld aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Jung entgegen. Mit ihr freute sich auch Richard Kämmerlings (li.), der mit seiner eindrucksvollen Würdigung die Leselust auf das Gesamtwerk des kürzlich verstorbenen Schweizers weckte. Foto: Gaßner

Stellvertretend für Urs Widmers Witwe May nahm Ruth Geiger Urkunde und Preisgeld aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Jung entgegen. Mit ihr freute sich auch Richard Kämmerlings (li.), der mit seiner eindrucksvollen Würdigung die Leselust auf das Gesamtwerk des kürzlich verstorbenen Schweizers weckte. Foto: Gaßner

Jetzt wurde der Schriftsteller, der am 2. April unerwartet in Zürich gestorben war posthum bei einer kleinen Feierstunde im Rathaus mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth 2014 geehrt. Stellvertretend für seine Witwe May Widmer nahm  Ruth Geiger, Mitglied der Geschäftsleitung des renommierten Diogenes Verlags, die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Geiger berichtete, dass sich Widmer – als er im vergangenen Dezember von der Ehrung erfuhr – sehr auf die Verleihung in Fürth gefreut habe.

Richard Kämmerlings, der in seiner Laudatio Leben und Werk des 75-Jährigen würdigte, vermutete: „Urs Widmer, glaube ich, hätte das gefallen, nach dem Tod geehrt zu werden – nicht von einer Trauergemeinde, sondern von Literaturinteressierten.“ Kämmerlings, Leiter der Literarischen Welt bei der Tageszeitung „Die Welt“ konstatierte, dass Urs Widmers mitreißende Fabulierkunst stets „ein Erzählen gegen den Tod“ gewesen und er „mit der skandalösen Tatsache der Endlichkeit des Lebens sehr leicht umgegangen“ sei.

Neueinsteigern in Widmers umfangreiches Schaffen empfahl der Berliner Literaturkritiker den schmalen Band „Der blaue Siphon“, den der Autor 1994  - wie alle seine Bücher -  im Diogenes Verlag veröffentlicht hatte.

Die Brücke zu Jakob Wassermann, der 1873 in Fürth geboren worden war, schlug Oberbürgermeister Thomas Jung in seiner Ansprache: „Jakob Wassermanns Werk ist für die Stadt Fürth nicht nur stolze Würde, sondern auch Pflicht und Verantwortung. Und diese Verantwortung nehmen wir an, indem wir Wassermanns Anliegen – Humanität, Toleranz, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit – fordern und fördern. In diesem Kontext ist auch Urs Widmer als Preisträger zu sehen.“

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